1. Werra-Rundschau
  2. Lokales
  3. Kreisteil Witzenhausen

Größeres Wohnheim für Studenten in Witzenhausen geplant

Erstellt:

Kommentare

 Ishtiaq Arif und Hui Jiang stehen vor der kleinen Wohnanlage, in der es fünf Wohnungen gibt.
Studierendenwerk an der Bahnhofsstraße in Witzenhausen: Ishtiaq Arif und Hui Jiang wohnen zurzeit in der kleinen Wohnanlage, in dem es fünf Wohnungen gibt. © Hendric Woltmann

Das Studierendenwerk Kassel hat die Absicht, das Studentenwerk an der Nordbahnhofstraße in Witzenhausen auszubauen. Die schon existierende kleine Wohnanlage mit fünf Wohnungen, die sich ganz im Norden des Uni-Geländes an der Nordbahnhofstraße befindet, soll durch einen größeren Neubau ersetzt werden.

Witzenhausen - Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer Sitzung am Dienstagabend mehrheitlich, die dafür erforderliche Änderung des Bebauungsplans in die Wege zu leiten.

Der Neubau ist mit mindestens 35 bis 40 Einzelappartements und einem Verwaltungsbereich mit rund 1500 Quadratmeter Gesamtfläche geplant. Gebaut soll auf und neben dem existierenden Wohnheim Am Rosenthal/ Vor dem Rabensberg. Ein Büroraum, Wartebereich, Teeküche, WC-Anlage und Lagerraum, soll es im Verwaltungsbereich geben. Durch den Neubau soll sich das Wohnangebot verbessern und eine barrierefreie und moderne Anlaufstelle für die Verwaltung des Studierendenwerkes in Witzenhausen entstehen.

Der Masterstudent Ishtiaq Arif, der im aktuell kleinen Wohnheim am Unigelände Bahnhofsstraße lebt, hält den Plan des Studierenwerks für sinnvoll: „Hier ist man in zwei Minuten in der Bibliothek, beim Computerraum oder am Forschungsgewächshaus, also viel schneller als aus der Stubenstraße“, sagt er. Die meisten Studenten hielten sich auch häufiger am Nordcampus an der Bahnhofsstraße als am Standort an der Steinstraße auf.

Der Bedarf an preiswertem studentischem Wohnraum ist nach Ansicht des Studierendenwerks in Witzenhausen weiterhin hoch, im Jahresdurchschnitt liege die Belegung der Häuser bei 95 Prozent. Dies hänge insbesondere mit dem hohen Anteil ausländischer Studierender zusammen, die aufgrund ihrer oft kurzen Aufenthaltsdauer auf dem privaten Wohnungsmarkt keine Bleibe finden.

Ishtiaq Arif beispielsweise musste vier Monate warten, bis er ein Zimmer im Wohnheim bekam. Das sei der Normalfall, sagt er. „150 Euro hab ich für mein Zimmer in der Walburger Straße mehr gezahlt als im Studentenheim“, sagt der Masterstudent.

Das Studierendenwerk Kassel möchte das Studentenwohnheim in der Stubenstraße 20 mit derzeit 18 Wohneinheiten veräußern. Es eigne sich aufgrund des Denkmalschutzes und des aktuellen Gebäudezuschnitts nicht als Wohnraum.

Die Schaffung von innerstädtischem Wohnraum wird seitens der Stadt begrüßt. Die Errichtung entspricht der Vorlage des Magistrats zufolge allen Zielen einer nachhaltigen Flächenausnutzung, ohne zusätzliche Erschließungsmaßnahmen tätigen zu müssen. Die Erschließung des großen Wohnheims soll von Norden über die Straße Vor dem Rabensberg erfolgen.

Die Umsetzung mit der konkreteren Planung beginnt, wie Abteilungsleiter für Studentisches Wohnen Michael Fuchs auf Anfrage mitteilte, frühestens 2023.

von Hendric Woltmann

Auch interessant

Kommentare