Großalmerode klagt nicht gegen Eon Mitte

Großalmerode. Die Übergabe der Strom- und Gasnetze von Eon Mitte an die Stadtwerke Großalmerode verzögert sich weiter. Ursprünglich habe die Stadt gegen den Regionalversorger vor Gericht ziehen wollen, sagte Bürgermeister Andreas Nickel (SPD) auf Anfrage.

Wegen der laufenden Verhandlungen über den Rückkauf der Anteile von Eon Mitte durch die Landkreise sowie die Stadt Göttingen wolle Großalmerode auf eine Klage zunächst verzichten. Die Tonstadt wolle abwarten, wie sich die Mehrheitsverhältnisse an Eon Mitte "tatsächlich entwickeln", sagte Nickel.

Nicht ausschließen wollte der Bürgermeister, dass die Entscheidung über die Konzession für den Betrieb der Strom- und Gasnetze noch einmal überdacht wird. Doch das hänge davon ab, wie sich Eon Mitte nach dem Rückkauf der Anteile aufstellt. Nickel befürwortet eine Lösung "hin zu den Stadtwerken".

2010 hatte Großalmerode beschlossen, den Konzessionsvertrag für den Betrieb der Netze nicht zu verlängern. Dazu gründete sie mit den Städtischen Werken Kassel die Stadtwerke Großalmerode. Seither gehen die Verhandlungen über Kaufpreis und Übergabe kaum voran. Der Eon-Konzern will sich indes von seinem 73,3-Prozent-Anteil an Eon Mitte trennen. Zwölf Kreise und die Stadt Göttingen sind sich mit Eon über den kompletten Rückkauf des Regionalversorgers einig. (clm)

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