Borkenkäfer und Wildabschuss

Klimawandel ist im Wald sichtbar: BUND, Förster und Politiker diskutieren Strategien

Begutachten die Schäden: Der BUND, Förster und Politiker aus dem Kreis bei der begehung im Waldgut Steinholz.
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Begutachten die Schäden: Der BUND, Förste r und Politiker aus dem Kreis bei der begehung im Waldgut Steinholz. 

Experten begutachteten jetzt die Waldschäden, die durch die Dürresommer der vergangenen zwei Jahre entstanden sind und diskutierten Strategien.

Thomas Reimann vom Kreisverband des Bund für Umwelt und Natur Deutschlands (BUND) hatte Experten, Politiker und Interessierte zur Waldbegehung ins Waldgut Steinholz bei Großalmerode eingeladen.

Die Forstexperten waren vertreten durch die Förster aus Netra Ekkehard Rogée, aus Kaufungen Carl Hellmond, Hermann Dilling vom Landesbetrieb Hessen-Forst und Forstamtleiterin Katrin Teuwsen vom Forstamt Hessisch Lichtenau, sowie Stefan Boschen, Forst- und Gutsverwalter von Gut Hohenhaus und Hubert Hering von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald WMK. 

Komplettiert durch Vertreter der Politik

Den fachlichen Austausch komplettierten die Vertreter aus der Politik: der erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann, Hans Jürgen Müller (MdL) von den Grünen, Knut John (MdL) SPD, Bernhard Gassmann Fraktionsvorsitzender im Kreistag Die Linke, Armin Jung von den Grünen und Petra Strauß SPD vom Umweltausschuss des Eschweger Stadtparlament.

Im Wald zwischen Rommerode und Walburg wurde trotz beleuchteten Fichtenlichtungen und Hexenringen der Fliegenpilze vornehmlich eines deutlich: Der Wald hat sichtbar und massiv Schaden genommen bedingt durch die Folgen des Klimawandels, den wir Menschen zu verantworten haben. Zahlreiche Fichten sind abgestorben. 

Aktiver Borkenkäfer

Der Borkenkäfer zeigte sich diesen Sommer besonders aktiv mit mindestens drei Vermehrungszyklen. Katrin Teuwsen erklärte: „Das Aufstellen von Käferfallen macht keinen Sinn, da man mit dem Pflegen, Leeren der Kästen nicht nachkommt und so im Gegenteil eher die Borkenkäfer anlockt.“ 

Heiß diskutierte Themen betrafen den Wildschutz und die Wildabschussquoten, die Aufforstung der Wälder, die Wahl geeigneter Baumsorten und die Einschränkung des Nutzwaldes. Hans Jürgen Müller brachte es auf den Punkt: „Die forstliche Nutzung des Waldes kann man nicht weiterführen, wenn man das Gemeinwohl im Auge hat.“

Abschließend stellte Dr. Wallmann fest, dass der Klimawandel definitiv sichtbar ist. Wetterereignisse zeigen sich deutlicher, die Pflanzen können sich an die veränderten Bedingungen nicht so schnell anpassen.  es

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