Mitarbeiter achten auf hohe Geldabhebungen 

Heimische Banken schulen gegen Betrugs-Tricks

Werra-Meißner. Erst kürzlich warnte die Polizei: In Eschwege hatte ein falscher Polizist zwei Senioren angerufen und versucht, Geld zu ergaunern. Wie Polizeisprecher Rainer Lingner mitteilt, waren es im vergangenen Jahr 15 Fälle des Enkeltricks und zweimal falsche Polizisten, die zur Anzeige gebracht wurden.

Insgesamt wurden 754 Betrugsfälle im Kreis erfasst.

Beim Enkel-Trick versuchen die Gauner, ihre Opfer unter Vorspielung von finanziellen Notsituationen am Telefon zur Übergabe von hohen Geldsummen an einen Mittelsmann zu überreden. Bei den heimischen Banken werde daher von den Mitarbeitern darauf geachtet, wenn Kunden ungewöhnliche Abhebungen von ihrem Konto vornehmen, und gegebenenfalls werde nachgefragt, teilen Sparkasse und VR-Bank mit. „Generell trifft dies bei unseren Kunden auf ein offenes Ohr“, teilt Philipp Ahlborn von der VR-Bank mit und Ulrich Siebald von der Sparkasse sagt: „In den meisten Fällen sind unsere Kunden aufgeschlossen und reagieren positiv auf eine vorsichtige Nachfrage unserer Berater.“

Roger Dietrich vom Opferschutzverband Weißer Ring Werra-Meißner rät älteren Menschen, die von vermeintlichen Enkeln, Neffen oder Polizisten angerufen werden, auf alle Fälle mit einer weiteren Person darüber zu sprechen, ob der geschilderte Sachverhalt überhaupt so sein könne. 

Von Nicole Demmer

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