Männer sollen 15-Jährigen zu Supermarkt-Überfall angstiftet haben 

Kassel/Hessisch Lichtenau – Knapp dreieinhalb Jahre nach dem Überfall auf den Netto-Markt in Hessisch Lichtenau müssen sich seit gestern zwei 31 und 30 Jahre alte Männer wegen gemeinschaftlicher schwerer räuberischer Erpressung vor der 5. Strafkammer des Landgerichts verantworten.

Die Verhandlung begann gestern mit Verspätung: Die Frau des älteren Angeklagten hatte wenige Stunden zuvor ein Kind bekommen. Aus dem Krankenhaus ging es für den Mann anschließend direkt auf die Anklagebank.

Staatsanwältin Milas klagt die beiden Männer an, im September 2015 einen damals 15-Jährigen zum Überfall auf den Netto-Markt in Hessisch Lichtenau angestiftet zu haben. Dazu hatten die beiden Männer den Jungen mit Rucksack, Sturmhaube und einer geladenen Softair-Pistole ausgestattet. Damit ging der maskierte 15-Jährige gegen 21 Uhr kurz vor Ladenschluss am 7. September 2015 in den Markt, bedrohte die beiden Verkäuferinnen mit der echt aussehenden Waffe und ließ sich die komplette Kassenschublade aushändigen.

Die darin befindlichen 3128 Euro teilte das Trio wenig später im Keller des 30-Jährigen untereinander auf. Zwei Monate später hatte sich der Junge, dem Rat seines Betreuers folgend, der Polizei offenbart, die die beiden Erwachsenen bisher nicht im Visier hatte. Am Freitag soll das Urteil gefällt werden. 

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