Fünf hatten kandidiert

Bürgermeisterwahl Hessisch Lichtenau: Heußner und Wicke müssen in die Stichwahl

Bürgermeisterwahl Hessisch Lichtenau: Heußner (links) und Wicke müssen in die Stichwahl

Hessisch Lichtenau. Wer künftig die Geschicke von Hessisch Lichtenau leiten wird, muss in einer Stichwahl entschieden werden.

Michael Heußner (CDU) und Stefan Wicke (SPD) werden noch zwei weitere Wochen um Wählerstimmen in Hessisch Lichtenau werben: Sie hatten bei der gestrigen Bürgermeisterwahl die Nase vorn und gehen am 20. März in die Stichwahl. Insgesamt wollten fünf Bewerber den Chefsessel der Lossestadt erobern, aber am Ende hatten Ursula Sauer (Bürgerliste), Friedhelm Koch und Marc Sachse (beide parteilos) das Nachsehen.

v.l. Lebensgefährtin Angelika Werfel (Kassel) mit Stefan Wicke (SPD) und Michael Heußner (CDU) mit Ehefrau Ute Heußner und seinem 13-jährigen Sohn Johannes.

Großer Andrang herrschte im Rathaussaal vor der Leinwand, auf der nach und nach die Resultate aus den 24 Wahlbezirken gezeigt wurden. Die Spannung war aber bald gewichen, denn schnell zeichnete sich ein Trend zugunsten der Kandidaten Heußner (37,1 Prozent) und Wicke (26,7 Prozent) ab. Einzig überraschend war der mit über zehn Prozent klare Vorsprung des CDU-Mannes. Immerhin hat es in der Lossestadt seit Ende der 1980er Jahre keinen christdemokratischen Bürgermeister mehr gegeben. Bei der Stichwahl ist indes noch alles offen – und die verspricht, spannend zu werden. Immerhin müssen sich über 1900 Wähler, die für einen der ausgeschiedenen Kandidaten gestimmt haben, nun neu orientieren.

Das sagt Michael Heußner

„Ich habe erwartet, das ich einer der beide Kandidaten für die Stichwahl bin. Das lag auch an zahlreichen Rückmeldungen, die mich noch im Wahlkampf erreicht haben – auch von seiten der SPD. Dabei wurde deutlich, dass viele sich in Hessisch Lichtenau nicht wieder einen sozialdemokratischen Bürgermeister wünschen. Zudem wollen die Wähler keinen Fremden, sondern einen, der wie ich Land und Leute kennt. Das macht mich optimistisch."

Das sagt Stefan Wicke

„Ich bin zufrieden, dass ich in die Stichwahl gekommen bin. Aber ein bisschen mehr habe ich mir schon erhofft. Trotzdem muss ich sagen: Als auswärtiger Kandidat jede vierte Stimme zu bekommen, ist doch eigentlich ziemlich gut. Und jetzt weiß ich auch, was ich in den nächsten zwei Wochen noch zu tun habe. Anhand der Ergebnisse sehe ich genau, in welchen Orten ich bislang keine Wahlbesuche gemacht habe. Das hole ich jetzt nach und bin optimistisch.“

Das sagt Ursula Sauer

„So schlecht bin ich gar nicht weggekommen, immerhin nur acht Prozent hinter der SPD. Ein Paar mehr Stimmen hätte ich mir natürlich schon gewünscht, aber ich nehme das Ergebnis, so wie es ist, und bin gespannt, wie die Bürgerliste abschneidet. Das Ergebnis habe ich so in etwa erwartet. Was mich ein wenig überrascht hat, ist der starke Vorsprung von Michael Heußner (CDU). Ich hätte nicht vermutet, dass die ersten beiden Kandidaten so weit auseinander liegen.“

Das sagt Friedhelm Koch

„Das Ergebnis ist für mich sehr enttäuschend. Ich hätte gedacht, dass ich als Parteiloser einige Stimmen mehr bekomme. Ich hätte mich bei etwa 20 Prozent eigeschätzt. Aber ich hatte im Wahlkampf ein gutes Team und jede Menge Spaß. Ich habe mich der Herausforderung gestellt und alles gegeben, um Stimmen zu gewinnen. Letztendlich hatten es die Bürger von Hessisch Lichtenau in der Hand – und die haben entschieden.“

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