Hier ist Platz für 74 Kinder

In Kita Morgentau in Witzenhausen hat sich Alltag schon eingespielt

Über einen großzügigen Garten für die Kinder freuen sich Leiterin Beate Levie-Schmidt (von links) sowie vom DRK Bereichsleiterin Elke Hoffmann, Karl-Georg Dittmar (Kreisgeschäftsführung) und Kreisverbandsvorsitzender Wolfgang Fischer.
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Endlich ist die neue Kita mit Leben gefüllt: Über einen großzügigen Garten für die Kinder freuen sich Leiterin Beate Levie-Schmidt (von links) sowie vom DRK Bereichsleiterin Elke Hoffmann, Karl-Georg Dittmar (Kreisgeschäftsführung) und Kreisverbandsvorsitzender Wolfgang Fischer.

Nahezu termingerecht und das Budget nur wenig überzogen – Karl-Georg Dittmar von der Geschäftsführung des DRK-Kreisverbands und Vorsitzender Wolfgang Fischer blicken zufrieden auf die Bauphase der neuen Witzenhäuser Kita Morgentau an der Straße „Im kleinen Felde“ zurück.

Witzenhausen – „Die Planung war so gut, dass wir die Baukosten weitestgehend gehalten haben“, sagt Fischer. Unerwartete Bauarbeiten – etwa ein maroder Deckenbalken im Altbau – hätten die Kosten von 2,6 auf 2,7 Millionen Euro angehoben. Für die Summe wurde nicht nur in die alte DRK-Rettungswache in Mitarbeiterräume umgebaut. Es entstand auch ein zweigeschossiger Neubau für die Kita. Die ist nun seit drei Monaten mit Leben gefüllt. Aktuell bevölkern 41 Kinder das Haus, das bis zu 74 Jungen und Mädchen aufnehmen kann – je nachdem, wie viele Integrationskinder dabei sind, erklärt DRK-Bereichsleiterin Elke Hoffmann. Für Kinder mit Behinderung gibt es sogar einen Fahrstuhl.

Weil die Kita komplett neu aufgebaut wurde, sei der Entschluss gefallen, nur ausgebildete Erzieher und keine Quereinsteiger einzustellen, sagt Hoffmann. Auch Anerkennungspraktikanten werde es erst 2021 geben. Damit die Mitarbeiter das Haus bereits kennen, wurden sie zwei bis drei Wochen vor Eröffnung eingestellt und absolvierten eine Teamwoche.

Auch das Coronavirus sorgte für einen ungewöhnlichen Start. Ab dem 15. August durften jeden Tag nur fünf neue Kinder kommen, während der ersten zwei Wochen war bereits um 13 Uhr statt um 16.30 Uhr Schluss und es gab kein Essensangebot. Das wird mittlerweile vom DRK-Seniorenheim geliefert.

Drei Schwerpunkte bestimmen das Konzept der Kita, erklärt Leiterin Beate Levie-Schmidt. Die Kinder gehen fast jeden Tag in die Natur, zudem wird auf Gesundheit ebenso geachtet wie auf Nachhaltigkeit. Dieses an der Natur ausgerichtete Konzept findet sich auch in der Ausstattung wieder: Neben hellem Holz dominieren die Farben grün und hellgrau. In der unteren Etage steht ein Baum mitten im Eingangsbereich.

Hier gibt es Räume für zwei Krippengruppen, die jeweils mit Gruppen- und Schlafraum sowie einem eigenen Bad ausgestattet sind. Die obere Etage ist den Kita-Kindern vorbehalten. Einmal für die Zweieinhalb- bis Vierjährigen, eine weitere Gruppe für die Älteren. Hier gibt es neben dem Gruppen- auch einen Wasch- und einen Multifunktionsraum.

Zehn Mitarbeiter betreuen aktuell die beiden Kitagruppen und eine Krippengruppe, eine zweite soll eröffnet werden, sobald das entsprechende Personal vorhanden ist.

Und spätestens im kommenden Jahr dürfen die Kinder auch den frisch verlegten Rollrasen betreten oder auf dem angrenzenden, gut 620 Quadratmeter großen Bolzplatz kicken, dessen Fläche die Firma DS Smith der Kita dafür kostenfrei zur Verfügung stellt.   (nde)

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