Damit kaute einst ein Hirsch

Hobbyarchäologin entdeckt versteinerte Schneidezähne in Trubenhausen

Versteinerter Riesenhirsch-Zahn: Dieses Fossil entdeckte Hobbyarchäologin Kornelia Stenzel bei Erdarbeiten an ihrem Haus in Trubenhausen.
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Versteinerter Riesenhirsch-Zahn: Dieses Fossil entdeckte Hobbyarchäologin Kornelia Stenzel bei Erdarbeiten an ihrem Haus in Trubenhausen.

Überreste eines Dinosauriers sind es zwar nicht, aber dennoch derart alte Zähne eines großen Tieres, dass sie versteinert sind. Hobbyarchäologin Kornelia Stenzel entdeckte im vorigen Jahr bei der Reparatur des Kanals an ihrem Haus im Großalmeröder Stadtteil Trubenhausen einen fossilen Schneidezahn einer längst ausgestorbenen Riesenhirsch-Art.

Trubenhausen – Einen versteinerten Schneidezähne sowie das Fragment eines weiteren, nahezu gleich großen Zahnes fand Hobbyarchäologin Kornelia Stenzel in ihrem Garten in Trubenhausen . Ein ihr bekannter Hobbypaläontologe sagte der Finderin, bei Arbeiten am Kanal seien wahrscheinlich die eiszeitlichen Schotterterrassen der Gelster angeschnitten worden. Daher könnte es sich um die Zähne eines eiszeitlichen Urpferdes oder Wisentes handeln.

Die Anfrage im Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden ergab ein anderes Ergebnis. Laut der inzwischen bei Kornelia Stenzel eingegangenen Antwort aus der für die Paläontologie zuständigen Abteilung handelt es sich um die Kauwerkzeuge von Cerviden, auch Hirsche oder Geweihträger genannt. Diese Tiere seien während des Pleistozäns (Erdzeitalter, das vor 10 000 Jahren endete), aber auch in den Eiszeiten bis heute sehr häufig gewesen.

„Die Zähne sehen auf den ersten Blick vollständig versteinert aus,“ teilte Dr. Patrick Zell von der Paläontologischen Denkmalpflege mit, wie er „das aus hessischen Ablagerungsgesteinen aus dem Pleistozän kenne“. Wolle man die Hirsch-Gattung oder -Art näher bestimmen, müsste man die Zähne mit anderen in großen Sammlungen von Museen vergleichen.  (sff)

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