Telefon steht nicht mehr still

Hoffnungsschimmer für Richter: Kunden und Investoren wollen einsteigen

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Blick in die Hallen der Maschinenfabrik Richter: Unser Foto aus dem Jahr 2008, als die Hessisch Lichtenauer Firma ihre beste Zeit erlebte, zeigt einen riesigen Bohrkopf zum Tunnelbau mit einem Duchmesser von 13 Metern. mittendrin steht Firmenchef Axel Richter (helles Hemd).

Hessisch Lichtenau. Bei Axel Richter, Chef der Maschinenfabrik Richter aus Hessisch Lichtenau, steht seit Mittwoch das Telefon nicht mehr still.

Nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, nach Unstimmigkeiten mit der Kasseler Bank kein Material für Aufträge mehr kaufen zu können und deshalb bis September die Fertigung einzustellen, wollen nun offenbar mehrere Investoren und Großkunden in das Unternehmen einsteigen.

Das sagte Axel Richter im Gespräch mit unserer Zeitung. Für ihn und alle 106 Mitarbeiter sei dies ein Hoffnungsschimmer, dass der Betrieb doch weitergehen könne. Er habe starkes Interesse an einer Kooperation, einen Favoriten für eine mögliche Zusammenarbeit wollte er dabei noch nicht benennen.

Vor allem langjährige Kunden der Firma hätten Interesse signalisiert. Hier spielt wohl auch Eigeninteresse eine Rolle. Partner aus der Energiebranche wüssten nicht, wem sie ihre Aufträge für den Bau riesiger Windkraft- und Off-Shore-Anlagen geben sollen. In diesem Bereich gilt die Maschinenfabrik Richter seit Jahren als Spezialist. „Immerhin haben wir 2008 den ersten Prototyp einer Off-Shore-Anlage gebaut“, sagt Axel Richter. Nach der Auftragsflaute im Energiesektor im Jahr 2012 gebe es jetzt wieder mehr Aufträge. Noch kann Richter sie aber nicht annehmen, weil das Geld fehlt. (kbr)

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