Seit Anfang Januar 

Ingo Bergmann ist neuer Anästhesie-Chefarzt an der Orthopädischen Klinik

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Dr. Ingo Bergmann ist der neue Chefarzt der Abteilung für Anästhesie an der Orthopädischen Klinik. 

Hessisch Lichtenau. Dr. Ingo Bergmann ist einer der größten Mediziner Deutschlands. Zu Beginn des Jahres trat er seinen Dienst als Chefarzt der Abteilung für Anästhesie an der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau an.

Dr. Bergmann zählt mit seinen 2,12 Metern (!) nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes zu den größten unter den Medizinern, sondern auch mit seiner fachlichen Kompetenz: Auf dem Gebiet der ultraschallgesteuerten Anästhesie gehört der 38-jährige Göttinger zu den wenigen Spezialisten, die wissenschaftlich an nur vier Zentren in Deutschland an der patientenschonenden Methode der örtlichen Betäubung für operative Eingriffe arbeiten. Die Methode zielt darauf ab, mit Ultraschall bestimmte Nerven zu lokalisieren, die dann per Injektion mit einem Narkosemittel umspült werden, um das betreffende Körperteil für die bevorstehende Operation schmerzfrei zu machen. Operationen an den Extremitäten auf Basis der ultraschallgesteuerten Regionalanästhesie haben vielfach die Vollnarkose mit ihren verschiedenen Risikofaktoren vor allem für ältere Patienten verdrängt.

Schon als 16-Jähriger durfte Ingo Bergmann mit ausdrücklicher Erlaubnis seiner Mutter im Rettungswagen der Johanniter-Unfallhilfe in Göttingen mit zu den Einsätzen fahren. Neben seinem Medizinstudium sammelte er dann im Alter von 20 Jahren als Anästhesie-Pfleger in einer Orthopädie-Praxis erste Erfahrungen im Bereich der ultraschallgesteuerten regionalen Betäubung. Nach Abschluss seines Studiums promovierte er und widmete sich in seiner Doktorarbeit dem Thema. Seit 2016 besitzt er als Privatdozent an der Göttinger Universität die Lehrbefugnis für Anästhesiologie – der Lehre von der allgemeinen und der örtlichen Betäubung. Zuletzt war Dr. Bergmann an der Uniklinik Göttingen als Oberarzt im Geschäftsfeld der Anästhesie für den Bereich der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie der Orthopädie tätig.

Kein Wunder, dass die Leitung von Lichtenau e.V. angesichts des bisherigen Einsatzbereichs des Göttinger Mediziners in Kombination mit seinen Erkenntnissen auf dem Gebiet der ultraschallgesteuerten Regionalanästhesie besonderes Interesse an dem 38-Jährigen zeigte. Noch dazu hatte man ihn in den letzten eineinhalb Jahren bestens kennengelernt, nachdem er in mehreren Schulungen die Lichtenauer Mitarbeiter der Abteilung für Anästhesie komplett bis zur Zertifizierung geführt hatte. Als ihm die Chefarztstelle angeboten wurde, nutzte er die Gunst der Stunde.

Damit gibt es mit Dr. Thomas Schnug derzeit zwei Chefärzte in der Abteilung an der Lichtenauer Klinik. Doch Schnug wird Ende des Jahres in den Ruhestand gehen, bis dahin bleibt ihm ausreichend Zeit, seinen Nachfolger einzuarbeiten. „Spezialklinik bleibt man nicht, ohne etwas dafür zu tun“, betonte Dieter Christian Peuckert, Vorstand von Lichtenau e.V., und freute sich über den Neuzugang ebenso wie über das umfangreiche technische Equipment, um die neue Methode im Hause den Patienten vollends anbieten zu können. 

Dr. Ingo Bergmann ist 38 Jahre alt, in Göttingen geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach dem Abitur hat er in seinem Heimatort Medizin studiert, promoviert und lehrt seit 2016 als Privatdozent an der Göttinger Universität Anästhesiologie. Bergmann wohnt in Göttingen/Roßdorf, ist verheiratet mit einer Anästhesistin und hat mit ihr fünf Kinder. Sein Hobby ist seine Familie, sieht man davon ab, dass er an den Wochenenden als Arzt auch noch im Rettungshubschrauber im Einsatz ist. 

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