Kommunalpolitiker üben bei Aktion in Bad Sooden-Allendorf den Schulterschluss und stimmen in Protest ein

Bürgerinitiative gegen Suedlink wünscht sich mehr Solidarität

Landrat Stefan Reuß schiebt mit einem Spaten in der Hand Ende zu dem neu gesetzten Baum, weitere Männer helfen auch.
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Aktion: pflanzten Vertreter der Bürgerinitiative Werra-Meißner gegen Suedlink zusammen mit Landrat Stefan Reuß (links), zwei Landtagsabgeordneten und neun Bürgermeistern eine Eberesche – als Zeichen der Hoffnung als auch des Widerstands, wie es BI-Vorstandsmitglied Marco Eichenberg sagte – innerhalb der geplanten Trasse durchs Werratal.

Der Landrat, die beiden SPD-Landtagsabgeordneten und 9 der 16 Bürgermeister des Werra-Meißner-Kreises waren am Freitagnachmittag an den Ortsrand des Bad Sooden-Allendorfer Stadtteils Kleinvach gekommen, um ihre Unterstützung bei einer weiteren Protestaktion gegen die Megastromtrasse Suedlink, die nach den Vorstellungen der Planer durch den Werra-Meißner-Kreis führen soll, deutlich zu machen. Dabei wurde ein Baum nahe der Werra auf das Gelände der Wassertretstelle gepflanzt.

Und Solidarität wird offenbar noch sehr gewünscht, wie Sprecher der Bürgerinitiative (BI) Werra-Meißner gegen Suedlink in ihren kurzen Ansprachen deutlich machten. Denn die Erdkabeltrasse würde nicht nur die Natur zerstören, sondern auch die wirtschaftliche und landwirtschaftliche Entwicklung im Landkreis hemmen und zudem letztlich alle Verbraucher durch einen höheren Strompreis Geld kosten, wie für die BI Marco Eichenberg und Stefan Heuckeroth-Hartmann erklärten.

Landrat Stefan Reuß, Berkatals Rathauschef Friedel Lenze als Sprecher aller Bürgermeister im Kreis sowie auch Bad Sooden-Allendorfs Bürgermeister Frank Hix dankten der BI, wieder einmal ein Zeichen des Widerstandes zu setzen. Zugleich drückten sie ihre Anerkennung darüber aus, dass sich die BI-Mitglieder parteiübergreifend engagierten. Dies geht sogar so weit, dass harsche Kritik auch an den jeweils eigenen Parteifreunden – ob rot oder schwarz – geäußert wird, insbesondere in Richtung Berlin.

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