Kein W-Lan an der Schule

Wechsel zwischen normalem und digitalem Unterricht kaum möglich

Das Hauptgebäude wurde frisch renoviert, W-Lan gibt es aber noch nicht im Gebäude, was nun für die Lehrer den Wechsel zwischen Präsenzunterricht und digitalem Unterricht erschwert.
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Das Hauptgebäude wurde frisch renoviert, W-Lan gibt es aber noch nicht im Gebäude, was nun für die Lehrer den Wechsel zwischen Präsenzunterricht und digitalem Unterricht erschwert.

Die Lehrkräfte der Freiherr-vom-Stein Schule in Hessisch Lichtenau haben Sorge. Sie haben im Schulgebäude kein leistungsstarkes W-Lan.

Das wird vor allem nun schwierig, da seit Montag wieder mehr Schüler im Gebäude unterrichtet werden sollen und die Lehrer zwischendurch aber auch digitalen Unterricht geben müssen.

Die Freiherr-vom-Stein- Schule wurde für knapp 5 Millionen Euro renoviert. Das erste Gebäude ist soweit fertig und wird genutzt. Allerdings gibt es im Haus noch kein W-Lan. Denn das soll über den Digitalpakt von Bund und Ländern finanziert werden, wie Schulleiter Björn Faupel erklärt. Dafür laufen auch bereits die Ausschreibungen, bisher sei aber nicht absehbar, wann dann an den Schulen ein leistungsstarkes W-Lan eingerichtet werden kann. „Der Schulträger weiß um die Situation und hat auch versprochen, dass die Freiherr-vom-Stein Schule als eine der ersten mit den Access Points fürs W-Lan ausgestattet wird“, sagt Faupel.

Allerdings befürchten Lehrer und Schulleiter, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis es soweit ist, denn bisher habe noch niemand nach den Details, das heißt nach Ausleuchtung und Anzahl, gefragt. „Wir hoffen, dass wir zum Beginn des neuen Schuljahres dann W-Lan haben. Das wäre sehr wichtig“, sagt Faupel. Bisher gibt es nur in einigen Bereichen ein leistungsschwaches W-Lan, das die Computer-AG der Schule mit geringen Mitteln selbst eingerichtet hat. „Das reicht aber nicht aus, um von mehreren Rechnern aus eine Videokonferenz zu machen“, sagt Meyfarth.

Da bisher nur die Abiturienten und Schüler der Abschlussklassen im Gebäude unterrichtet wurden, konnten sich die Lehrer noch so organisieren, dass sie zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling-Zeit einplanen konnten, um heimzufahren und den Unterricht von zu Hause mit eigener Technik durchzuführen. Mit mehr Schülern im Gebäude wird dies aber nicht mehr möglich sein, sagt Schulleiter Faupel.

Seit Montag werden nicht nur die Abschlussklassen im Gebäude unterrichtet, sondern auch die Jahrgänge 5 und 6 sowie 12. Somit steigt die Zahl der Schüler im Präsenzunterricht von 90 auf 372. Für die Klassen 5 und 6 ist dabei Wechselunterricht vorgesehen – das heißt, die Hälfte der Klasse wird im Gebäude unterrichtet, die andere Hälfte daheim.

Die Konsequenz wird sein, dass nun die Anzahl der Videokonferenzen abnehmen wird und die Lehrer stattdessen Material vorbereiten, das die Schüler selbstständig bearbeiten müssen, befürchten Lehrer und Schulleiter.

DAS SAGT DER LANDKREIS

Wie der Kreis mitteilt, wurde für die Ausstattung der Schulen mit W-Lan-Technik ein Ausstattungskonzept entwickelt und ein Vergabeverfahren durchgeführt. „Aktuell gehen wir davon aus, dass wir erste Schulen ab März mit der neuen W-Lan-Technik ausstatten können“, sagt Kreissprecher Jörg Klinge. Der Schwerpunkt der Ausstattung werde im zweiten und dritten Quartal liegen, sodass alle Schulen im Kreis bis Ende des Jahres über leistungsstarke W-Lan-Netze verfügen werden. 

(Evelyn Ludolph)

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