Mint im Werra-Meißner-Kreis

Kinder lernen mit Bauklötzen - Experimente rund um die Themen Kräfte und Gleichgewicht

Freuen sich über die neuen Materialien: Lehrer Anselm Pobering (Kesperschule), zusammen mit seinen Schülern Manat, von links, Diana, Charlotte, Marit und Zein. Monika Plenz vom Ökumenischen Kinderhaus, hinten von links, nimmt von Mint-Botschafter Gerd Semmler eine Kiste entgegen, mit dabei sind Schulleiter Andreas Hilmes (Johannisbergschule), Monika Oesterheld (Kita Kesperknirpse) und Lehrer Josef Daniek (Johannisbergschule).
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Freuen sich über die neuen Materialien: Lehrer Anselm Pobering (Kesperschule), zusammen mit seinen Schülern Manat, von links, Diana, Charlotte, Marit und Zein. Monika Plenz vom Ökumenischen Kinderhaus, hinten von links, nimmt von Mint-Botschafter Gerd Semmler eine Kiste entgegen, mit dabei sind Schulleiter Andreas Hilmes (Johannisbergschule), Monika Oesterheld (Kita Kesperknirpse) und Lehrer Josef Daniek (Johannisbergschule).

Bauklötze, Kunststoffrohre, Gewichte, Holzkugeln, Rampen und Wippen. Die Inhalte der Materialsets, die jetzt der Verein Mint im Werra-Meißner-Kreis an Schulen und Kindergärten übergeben hat, sind alle unterschiedlich. Ihr Ziel aber ist gleich: Kinder spielerisch für die Themen Kräfte und Gleichgewicht zu begeistern und sie dadurch zum Experimentieren und Forschen ermutigen.

Witzenhausen – Der Verteilung der bunten Kisten durch Mint-Botschafter Gerd Semmler war eine Online-Schulung zum Thema Kräfte und Gleichgewicht für Lehrer und Erzieher vorangegangen. Dabei lernten sie die Kisten richtig zu nutzen, das damit verbundene Lernen für Kinder interessant zu gestalten und auch wie die Materialsets aufeinander aufbauen. Denn das Konzept ist entwickelt für Kinder vom Kindergartenalter bis in die Mittelstufe.

Gerd Semmler erklärt den Lern-Verlauf am Beispiel einer Wippe. „Im Kindergarten lernen die Mädchen und Jungen das Prinzip einer Wippe kennen und wie man eine Wippe ins Gleichgewicht bringen kann. Dabei stellen sie fest, dass Gewicht und Größe genau so eine Rolle spielen, wie der Abstand zur Mitte und die Länge der Wippenseiten.“

Das gleiche Thema spielt dann auch in der Grundschule eine Rolle, sagt er. Hier kommen Faktoren wie Hebelwirkung und Drehpunkt hinzu und die Kinder müssen ihre Beobachtungen schriftlich zusammenfassen.

„In den Klassenstufen 6 bis 8 setzen die Schüler Hebellängen in Beziehung zu der auftretenden Kraft und berechnen an einer Balkenwaage aus gegebenen Größen eine unbekannte Größe zur Herstellung eines Gleichgewichts“, so Semmler weiter. Das bedeutet, die Themen begleiten die Kinder mehrere Jahre, ihr Wissen vertieft sich, die Herangehensweise wird anspruchsvoller und baut aufeinander auf.

„Die Kinder können im Kindergarten einfach ausprobieren und spielen. Sie bauen Türme aus Bauklötzen und lernen dabei automatisch, dass es ein Gleichgewicht gibt und dass sie selbst Einfluss darauf haben, durch ihre Art zu bauen“, erklärt Physiklehrer Josef Daniek. In der Grundschule fangen sie dann an, nach Wegen zu suchen, um ihre Türme zu stabilisieren, und in der weiterführenden Schule kommen die Berechnungen mit Formeln hinzu.

Für die Lehrkräfte und Erzieher gab es neben der Online-Schulung Handbücher, mit detaillierten Beschreibungen und Vorschlägen für die konkrete Umsetzung von Lerninhalten, Vorschläge zu Experimenten und Versuchen. „Damit werden auch pädagogische Fachkräfte mit wenig Erfahrung in den naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen bei der Arbeit mit den Materialien unterstützt“, so Gerd Semmler weiter.  (hbk)

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