Kita Fürstenhagen zieht vorübergehend nach Hessisch Lichtenau

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Fleißige Helfer: Ingrida Lemmerca (von links), Jessica Schönemann (Elternbeirat), Maria Becker (Elternbeirat), Wilma Boer (Elternbeirat), Ina Wagner (Elternbeirat) sowie Anette Adler und Sabine Nickel (nicht im Bild) streichen die neuen Gruppenräume.

Hessisch Lichtenau. Es wird gebohrt, gehämmert und gepinselt in den Räumen des Soldatenheims in Hessisch Lichtenau. Bis zum 3. Dezember soll der Umbau fertig sein, damit die Kita-Kinder aus Fürstenhagen ein Übergangsquatier haben, bis der Neubau in ihrem Ortsteil bezugsfertig ist.

Damit das Ziel eingehalten werden kann, greifen auch sieben Mütter zu den Pinseln. Sie streichen derzeit die künftigen Gruppenräume in zartem Gelb.

Wie lange die Kinder in Hessisch Lichtenau untergebracht werden ist noch unklar. "Wir führen erste Gespräche mit der Stadt", sagt Fürstenhagens Pfarrer Gert Merkel auf Anfrage unserer Zeitung. Die evangelische Kirche, der künftige Träger der Einrichtung, befinde sich noch in der Planung.

Fachbereichsleiterin Bettina Ludwig geht davon aus, dass die Kinder etwa eineinhalb Jahre im Soldatenheim betreut werden. Insgesamt werden vier Gruppenräume, ein Turn- und Schlaafsaal sowie ein Speise- und Personalzimmer hergerichtet, um die 76 Kinder unterzubringen.

Für die Sanitäranlagen werden kleine Tritte eingebaut, damit die Kinder die Einrichtung nutzen können. Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten wird in den kommenden Tagen noch ein Rettungsweg gebaut. Außerdem werden alle Schließvorrichtungen entfernt und ein Wickelplatz für die U-3-Kinder eingerichtet.

Im Außenbereich soll eine Spielfläche mit Sandhaufen entstehen. "Sobald das Wetter im Frühjahr wieder besser ist, werden wir auch Spielgeräte aufstellen", sagt Ludwig. Insgesamt nimmt die Stadt 60.000 bis 80.000 Euro in die Hand: "Mit dem Geld finanzieren wir die Miete und den Umbau", sagt Ludwig. Der Eigentümer der Räumlichkeiten habe sich an den Umbauten beteiligt, um das Soldatenheim später wieder als solches in Betrieb zu nehmen.

"Damit es nicht zu Betreuungsengpässen kommt, haben wir einen Notgruppenbetrieb eingerichtet", sagt Kita-Leiterin Valerie Schramm. Wenn die ersten beiden Gruppenräume bezugsfertig sind, wird der Notbetrieb in das Soldatenheim verlegt. Das soll bereits am kommenden Donnerstag, 22. November, geschehen. Aufgrund der Mäuseplage in der Kita Fürstenhagen werde das Spielzeug derzeit desinfiziert, bevor die neuen Räume damit ausgestattet werden. (alh)

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