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Baukosten-Explosion beschäftigt Hessisch Lichtenauer Akteneinsichtsausschuss

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Von: Wiebke Huck

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Erhöhte Baukosten beschäftigen den Ausschuss: Hier entsteht die Kindertagesstätte Rotes Land in Hessisch Lichtenau, Stand November.
Erhöhte Baukosten beschäftigen den Ausschuss: Hier entsteht die Kindertagesstätte Rotes Land in Hessisch Lichtenau, Stand November. © Lothar Röß

In Hessisch Lichtenau tagt der Akteneinsichtsausschuss zu den gestiegenen Baukosten der Kita „Rotes Land“.

Hessisch Lichtenau – Gleich vier Mal tagte der Haupt- und Finanzausschuss(HFA) in Hessisch Lichtenau in den vergangenen Wochen. Jedes Mal gab es nur einen Tagesordnungspunkt: Einsichtnahme in die Akten der Baumaßnahme „Kindertagesstätte Rotes Land“.

Die Akteneinsichtsnahme hatte die Freie Wählergemeinschaft bei er Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im November beantragt und den Haupt- und Finanzausschuss damit beauftragt. Grund dafür ist die enorme Kostenexplosion beim Bau des neuen Kindergartens im Neubaugebiet Rotes Land. Die Awo hatte im April 2019 den Zuschlag für den Bau und Betrieb einer viergruppigen Kindertagesstätte erhalten, einem Angebot in Höhe von 2 279 839 Euro brutto für die Gesamtbaukosten. Am 24. Mai 2019 hat die Stadtverordnetenversammlung einer Gruppenerweiterung zur fünfgruppigen Kindertagesstätte beschlossen. Die Mehrkosten dieser Gruppenerweiterung belaufen sich auf 360 000 Euro brutto. Somit liegen die Gesamtbaukosten bei 2 639 839 Euro.

Über diesen Mehrbetrag hatte Bürgermeister Michael Heußner die Stadtverordnetenversammlung am 30. August 2019 über den Magistratsbericht in Kenntnis gesetzt. Im Förderantrag der Awo vom 27. September 2019 belaufen sich die Gesamtkosten für die fünfgruppige Kindertagesstätte auf 3 166 753,35 Euro – eine Kostensteigerung von mehr als 500 000 Euro.

Über diese Steigerung sei der Magistrat nicht unterrichtet worden, so der Vorwurf an Michael Heußner. Ob und wann er den Magistrat in Kenntnis gesetzt habe, konnte bisher in keiner der vier Sitzungen vom Bürgermeister beantwortet werden.

Da noch weitere Fragen ungeklärt seien, habe der Akteneinsichtsauschuss auch nach seiner vierten Sitzung zu keinem abschließenden Urteil kommen und so auch keinen Abschlussbericht verfassen können, sagt die Vorsitzende des HFA, Birgit Osigus-Koch. Darum wird es eine weitere Sitzung geben, die Ende Februar stattfinden soll. Ob es einen Zwischenbericht geben wird, der auf der nächsten Sitzung der Stadtverordneten am Freitag, 4. Februar auf der Tagesordnung stehen wird, sei noch nicht klar. (hbk)

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