Psychiatrische Hilfe ist wieder zurück

Hessisch Lichtenau. Die Psychiatrische Institutsambulanz in Hessisch Lichtenau wird am Mittwoch wieder eröffnet. Die Einrichtung, die zum Klinikum Werra-Meißner gehört, musste wegen neuer Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KV) Ende 2011 geschlossen werden.

Im November des vergangenen Jahres dann die gute Nachricht – die Institutsambulanz darf ihre Arbeit am Standort Hessisch Lichtenau wieder aufnehmen. Grund für die Schließung war ein Urteil des Sozialgerichts Marburg, auf das sich die Kassenärztliche Vereinigung seinerzeit berief. Dem Urteil nach durften Institutsambulanzen niedergelassenen Ärzten keine Konkurrenz machen. Eine Begründung, die damals auf erheblichen Protest stieß, da es im Werra-Meißner-Kreis kaum niedergelassene Psychiater gibt. „Zwischenzeitlich konnte mit der KV eine neue Vereinbarung getroffen werden“, sagt Dorothee Neusüß, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit am Klinikum Werra-Meißner. In den neuen Räumen der Institutsambulanz an der Heinrichstraße 13 in Hessisch Lichtenau sind auch eine Ergotherapiepraxis sowie das betreute Wohnen angegliedert. „Mit der Zusammenlegung der drei Bereiche geht das Klinikum Werra-Meißner einen wichtigen Schritt nach vorn in der ambulanten Versorgung der psychiatrischen Patienten im Werra-Meißner-Kreis“, sagt Neusüß. Derzeit werde noch nach einem Psychiater gesucht, der sich in der Institutsambulanz niederlassen möchte. Bis dahin wird Martin von Hagen, Chefarzt des Zentrums für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Werra-Meißner, ein- bis zweimal pro Woche eine Sprechstunde in der Institutsambulanz anbieten. Das Gebäude an der Heinrichstraße wurde von Grund auf saniert. Insgesamt habe das Klinikum Werra-Meißner rund 100 000 Euro am Standort Hessisch Lichtenau investiert.

Von Alia Shuhaiber

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