Witzenhausens Stadtverordnetenvorsteherin zieht nach Eschwege

Vor sechs Jahren: Am 11. März 2008 wurde Margarete Koschel-Naahs (links ) erstmals zur Stadtverordnetenvorsteherin gewählt. Es gratulierten Peter Schill, der nun ihr Nachfolger werden soll, und Bürgermeisterin Angela Fischer. Archivfoto: Keller

Witzenhausen. Nach sechs Jahren Stadtverordnetenvorsteherin hat Margarete Koschel-Naahs ihr Amt als höchste Repräsentantin der Stadt Witzenhausen niedergelegt. Zum Ende des Monats gibt sie zudem nicht nur ihr Mandat als Stadtverordnete ab, sondern zieht sich auch aus dem Ortsbeirat von Ermschwerd zurück. Das hat die SPD-Politikerin jetzt Bürgermeisterin Angela Fischer offiziell mitgeteilt. Zu Beginn der nächsten Parlamentssitzung am 25. Februar wird Koschel-Naahs verabschiedet.

Grund: Die 55-Jährige zieht derzeit um nach Eschwege. Auch ihre Kanzlei in Witzenhausen will die Rechtsanwältin Mitte dieses Jahres in die Kreisstadt verlegen. So habe sie nähere Wege zum Gericht, sagte sie gegenüber der HNA. Das Amtsgericht in Witzenhausen war schon vor neun Jahren geschlossen worden.

Mit 55 beginne sie jetzt auch den vorletzten Lebensabschnitt, da wolle sie Persönliches und die Gesundheit mehr in den Vordergrund stellen, sagte Koschel-Naahs. Als eine der stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner will sie sich weiter engagieren. Als stellvertretende SPD-Ortsverbandsvorsitzende in Witzenhausen hört sie aber ebenso auf wie als Schriftführerin im Vorstand des SPD-Ortsvereins Ermschwerd.

Am meisten bedauert sie, künftig nicht mehr dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Stadtverordnetenvorsteher des Landes Hessen anzugehören. Da ist sie die erste Frau.

Seit 2008 war Koschel-Naahs Vorsteherin des Stadtparlaments, in das die Sozialdemokratin im Frühjahr 2001 erstmals einzog.

Als ihr Nachfolger soll Peter Schill gewählt werden. Das wird die SPD-Fraktion den Stadtverordneten am 25. Februar vorschlagen, bestätigte Schill, der die Fraktion derzeit führt. Harald Ludwig (SPD) soll dann weiterer Vize-Parlamentsvorsteher werden. Wer neuer SPD-Fraktionschef wird, ist laut Schill noch nicht entschieden.

Von Stefan Forbert

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