Imageschaden für die Wehren

Kreisfeuerwehrverband übt Kritik: Cold Water Challenge nicht cool

Witzenhausen. Für den Kreisfeuerwehrverband Werra-Meißner ist die „Cold Water Challenge“ 2014 „nicht cool“. Einmütig habe sich der Verbandsausschuss in seiner jüngsten Sitzung gegen die aus den USA jetzt auch im Werra-Meißner Kreis angekommene Aktion ausgesprochen.

Das teilte Vorsitzender Walter Schäfer mit.

Bei der „Cold Water Challege“ springen Mitglieder von Feuerwehren, THW und anderen Hilfsorganisationen in Gewässer, lassen das filmen und verbreiten diese Aktion über das Videoportal „Youtube“ im Internet. Danach werden drei weitere Wehren beziehungsweise Organisationen nominiert, mitzumachen. Bei Ablehnung soll der vorschlagenden Gruppe ein Grillabend ausgerichtet werden.

„Dem fragwürdigen Nutzen, jüngere Leute anzusprechen, steht hier doch den Feuerwehren ein erheblicher Imageschaden entgegen“, heißt es in der Pressemitteilung des Kreisfeuerwehrverbands.

Grenzen nicht überschreiten

Zudem werde bei diesen Aktionen oft gegen Unfallverhütungsvorschriften verstoßen und gemeindliches Eigentum zweckentfremdet genutzt. Daher appelliert der Verband an alle Verantwortlichen, die Teilnahme an der sich wie ein Kettenbrief verbreitenden Aktion zu unterbinden.

Vorsitzender Schäfer: „Sicherlich müssen auch mal andere und unkonventionelle Wege gegangen werden, um die Feuerwehren in der Öffentlichkeit zu präsentieren, gewisse Grenzen sollten aber nicht überschritten werden.“ (sff)

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