Einzige Kommune im Werra-Meißner-Kreis mit positiver Bevölkerungsentwicklung

Kurstadt die Top-Adresse

Für alle Generationen attraktiv: Das Werra-Städtchen Bad Sooden-Allendorf, hier der malerische Fischerstad. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. Wenn es ums Leben und Wohnen geht, dann ist Bad Sooden-Allendorf die Top-Adresse im Werra-Meißner-Kreis. Als einzige der kreisweit 16 Städte und Gemeinden erzielte die Kurstadt im ersten Halbjahr 2013 einen Bevölkerungszuwachs.

Alle anderen landeten im Minus-Bereich. Neun Kommunen mussten sogar einen Bevölkerungsrückgang hinnehmen, der über dem Durchschnittswert von minus 0,31 Prozent im Kreis liegt.

100 600 Menschen im Kreis

Zum Stichtag 30. Juni 2013 lebten nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes 100 600 Menschen im Werra-Meißner-Kreis, 313 oder 0,31 Prozent weniger als Ende 2012. Mit 51 554 waren die Frauen gegenüber den Männern (49 046) deutlich in der Überzahl. Erwartet wird, dass im laufenden Jahr die Zahl der Einwohner im Kreis erstmals unter die magische Grenze von 100 000 fallen wird.

Für Bad Sooden-Allendorf berechneten die Statistiker im ersten Halbjahr 2013 einen Bevölkerungszuwachs von 0,11 Prozent. Konkret stieg die Zahl der Einwohner von 8213 auf 8222. Das ist nicht viel, aber umso bemerkenswerter, als seit Jahren auf jede Geburt fast drei Sterbefälle kommen. Wett gemacht wird dieser negative Saldo durch 230 Menschen, die im Berichtszeitraum nach Bad Sooden-Allendorf gezogen sind. Darunter sind viele Ältere, die die „Perle im Werratal“ als Ruhestandssitz bevorzugen, aber durchaus auch junge Generationen.

Für Bürgermeister Frank Hix ist die positive Bilanz auch eine Bestätigung der ständigen Bemühungen, „zusammen mit den Bürgern für eine hohe Wohn- und Lebensqualität zu sorgen“. Von der Kinder- über die Jugend- bis hin zur Seniorenbetreuung biete die Stadt attraktive Angebote für alle Generationen.

Witzenhausen: Hohe Verluste

In absoluten Zahlen den größten Bevölkerungsverlust hinzunehmen hatte Witzenhausen. Dort sank die Einwohnerzahl um 82 auf 14 756 (- 0,56 Prozent). Relativ am schlechtesten schneidet Weißenborn mit einem Minus von 1,69 Prozent ab. In der Graburggemeinde fiel die Einwohnerzahl um 18 auf 1056. Mitvier auf 11 906 fiel der Einwohnerverlust in Hessisch Lichtenau (- 0,03 Prozent) am geringsten aus, gefolgt von Eschwege, wo die Zahl der Bewohner um 24 auf 19 369 zurückging, was einem Minus von 0,12 Prozent entspricht.

Auffallend: Nur in einer der 16 Kommunen kreisweit gibt es einen männlichen Überschuss. In Herleshausen dominiert das „starke“ gegenüber dem „schwachen“ Geschlecht mit 1471:1397.

Die mit Abstand größte Bevölkerungsdichte hat die Kreisstadt. Auf jeden der 63 Quadratkilometer entfallen statistisch 306 Einwohner. Ebenfalls in Eschwege sind mit 837 die meisten Ausländer zu Hause, Die wenigsten Ausländer (13) leben in Berkatal. (zcc)

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