Ärzte und Apotheken im Kreis haben höheren Bedarf

Lieferengpässe bei Grippe-Impfstoff

Werra-Meißner. Einen Engpass bei der Lieferung des Vierfach-Grippe-Impfstoffes, deren Kosten die Krankenkassen nun zum ersten Mal für ihre Versicherten übernehmen, verzeichneten besonders die Apotheken in diesem Jahr.

Nach der letzten großen Grippewelle wurde der Impfstoff in den vergangenen Wochen auch im Werra-Meißner-Kreis sehr stark nachgefragt.

„Nachordern konnten wir den Impfstoff zwar, aber diese Lieferung wird jetzt lediglich für ein bis zwei Arztpraxen reichen“, berichtet etwa Apothekerin Andrea Bräutigam von der Adler-Apotheke in Eschwege. Dann sei der Vorrat aufgebraucht. Auch Achim Krohne von der Stadt-Apotheke in Witzenhausen kennt die Problematik. Die Nachfrage sei in den vergangenen Wochen sehr hoch gewesen. Daraus resultierte dann der Lieferengpass. Aktuell könne man aber wieder den Vierfach-Grippe-Impfstoff nachordern. „Eine Charge, die eigentlich ins europäische Ausland geliefert werden sollte, wurde dann doch für das Inland behalten“, erläutert Krohne.

In den Arztpraxen des Werra-Meißner-Kreises habe der Lieferengpass jedoch keine Probleme verursacht. „Mir ist kein Fall bekannt, bei dem Kollegen zu wenig Impfstoff gehabt hätten“, erklärt Dr. Klaudia Ress, niedergelassene Hausärztin in Hessisch Lichtenau und Vorsitzende des Ärztebündnisses Werra-Meissner. Dies läge natürlich auch daran, dass für dieses Jahr mehr von dem Vierfach-Grippe-Impfstoff geordert worden ist. Zwar weiß auch Ress um den Lieferengpass, eine Nachbestellung sei für die Ärztin aber auch vergangene Woche noch möglich gewesen. Für dieses Jahr sei man nun mit den Grippe-Impfungen durch, erzählt Ress. Der diesjährige Bedarf sei in der Tat höher gewesen. Den Grund sieht die Ärztin sowohl in der extremen Grippewelle Anfang des Jahres, als auch in der Berichterstattung in den Medien.

Von Hanna Maiterth

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