Im Tierschutzverein engagieren sich seit 50 Jahren Menschen aus der Lossestadt

Mehr als ein Herz für Tiere

Viel zu tun: Der Tierschutzverein Hessisch Lichtenau räumt fürs Jubiläum auf: Kassiererin Elisabeth Brandl (vorne von links), zweite Vorsitzende Diana Arnold-Ludwig und Vorsitzende Sylvia Buchenau haben sich für den 50 Geburtstag des Vereins einiges vorgenommen. Foto: Geier

Hessisch Lichtenau. Verletzte Katzen, halbverhungerte Kaninchen, verunsicherte Chinchillas, unterernährte Hunde oder auch exotische Echsen: Der Tierschutzverein Hessisch Lichtenau kümmert sich um viele Klienten und das schon seit 50 Jahren. Heute wie damals war das Ziel, Tieren in Not zu helfen.

So werden Hunde, die als süße Welpen aus falsch verstandener Tierliebe gekauft werden und dann zu teuer werden oder Tiere bei denen sich die Besitzer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kümmern können, schließlich bei den Tierschützern abgegeben. Die Aufnahme unerwünschter Tiere gehört neben der Beratung von Tierhaltern heute zu den großen Aufgaben des Tierschutzvereins. Da der Verein kein eigenes Tierheim besitzt, werden die Tiere an private Pflegestellen vermittelt. Dort werden sie liebevoll betreut, doch die Plätze sind rar: „Wir brauchen dringend weitere Pflegestellen“, so Vorsitzende Sylvia Buchenau. Der Verein braucht viele Mitglieder und eine Menge Einsatz, um seine Arbeit machen zu können. „Seit Januar sind 30 Tiere bei uns abgegeben worden“, erläutert Buchenau die diesjährige Statistik, „Fünf davon waren tatsächlich entlaufen. Der Rest ist herrenlos.“ Bisher konnten zehn vermittelt werden.

Das Vereinsheim am Teichhof bietet den gefundenen Tieren ein vorläufiges Zuhause, dafür müssen aber alle Aktiven immer tatkräftig mit anpacken. Tiere werden aus Hessisch Lichtenau und Großalmerode aufgenommen, aber auch aus Helsa und Kassel.

Verschiedene Räume

Ein Tierschutzverein ohne Tierheim wird von vielen Bürgern nicht wahrgenommen. „Wir machen mit unseren Mitteln, was wir können“, erzählt Elisabeth Brandl, Kassiererin des Vereins. Über die Jahre wurden verschiedene Räume eingerichtet, darunter die Hasen-WG, in der die Hasen und Kaninchen über den Boden hoppeln, oder mehrere Katzen-Zimmer mit Katzenbäumen, in denen sich die Tiere wohl fühlen. „Wir bemühen uns den Tieren ein Zuhause zu geben, vielleicht nur vorübergehend, vielleicht aber auch für immer“, erzählt die Vorsitzende. Der Tierschutzverein kümmert sich auch um die schwierigen Tiere, denn manche kommen mit Krankheiten oder sind nur zusammen zu vergeben. Für beide Gruppen findet sich fast nie ein Platz. Ein trauriges Beispiel: Sammy, ein Goldenretriever, und Leica, ein Pudelmischling. Beide sind älter und haben mit Krankheiten zu kämpfen, er ist Epileptiker und sie blind. „Die Besitzer haben sich getrennt und hatten für ihre Tiere keinen Platz mehr, jetzt müssen wir ihnen ein Zuhause geben.“ (zge)

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