Beruflichen Schulen (BS) Witzenhausen

3,9 Millionen Euro für neues naturwissenschaftliches Zentrum

Schulleiter Bernd Funk am Rohbau des neuen naturwissenschaftlichen Zentrums der Beruflichen Schulen. Foto:  Schröter

Witzenhausen. Die Beruflichen Schulen (BS) Witzenhausen erhalten ein neues naturwissenschaftliches Zentrum. 3,9 Millionen investiert der Landkreis in den Neubau.

Beim Tag der offenen Tür konnten die Besucher einen ersten Blick auf den Rohbau werfen und sich über den Neubau informieren, in den der Landkreis 3,9 Millionen Euro investiert.

„Unser naturwissenschaftliches Zentrum, das den Namen Copernicum bekommt, wird nach neuesten pädagogischen Konzepten gebaut und ermöglicht unseren Schülern selbstständiges und experimentelles Lernen“, sagte Schulleiter Bernd Funk. Neben den klassischen Fächern Chemie, Physik und Biologie würden darin künftig Biologietechnik, Mechatronik und Elektrotechnik unterrichtet. „Die Unterrichtsräume und das biotechnologische Schullabor bieten optimale Bedingungen für Schülerexperimente und öffnen sich zur großen, offenen Plaza, der Zentrale des Gebäudes“, so Funk. Im Sicherheitslabor seien sogar besondere gentechnische Schülerexperimente möglich. „So lassen sich etwa genetisch veränderte Bakterien herstellen, die kein Risiko für die Menschheit oder die Umwelt darstellen.“ Man modifiziere diese Organismen dahingehend, dass sie nur unter bestimmten Bedingungen überleben können, versichert der Schulleiter. Das Labor erfülle die für derartige Experimente geforderten Sicherheitsvorschriften.

„Die mit einem Glasdach versehene Plaza des einstöckigen Gebäudes besitzt multifunktionalen Charakter“, erläutert Funk. Sie werde den Schülern als Ort für selbstständiges Lernen, für Schülerpräsentationen und als Raum für naturwissenschaftliche Veranstaltungen dienen. „Wir statten die Plaza mit Anschauungsmaterial, besonderen naturwissenschaftlichen Großexperimenten und Exponaten aus und wollen auch über diesen Weg unsere Schüler für Naturwissenschaften motivieren.“ Ein besonderes, in der Schule selbst entwickeltes und weltweit einmaliges Großexperiment der Physik diene zur Veranschaulichung der Entstehung von Hurrikanen und Passatwinden und ist damit auch ein Nachweis der Eigenrotation der Erde.

Nötig geworden war der Neubau, weil die aktuelle naturwissenschaftliche Abteilung der BS aus den 1960er Jahren stammt und den heutigen Richtlinien nicht mehr entspricht.

„Diese Abteilung komplett umzubauen wäre vermutlich genauso teuer geworden wie ein neues Gebäude zu errichten“, sagt Funk. Außerdem könne man die durch das neue naturwissenschaftliche Zentrum frei werdenden Räume anderweitig nutzen. „Eventuell werden wir dort ein sozialpädagogisches Zentrum einrichten“, so der Schulleiter.

Mit der Fertigstellung des im Juni begonnenen Baus rechnet er im Jahr 2016. (per)

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