Projekt leistet Hilfe zur Selbsthilfe der Massai

Mission Frohe Botschaft spendet Ziegen für Ostafrika

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Lebensgrundlage: In der kargen Landschaft ist Ackerbau kaum möglich. Die Massai sind auf Viehhaltung angewiesen.

Großalmerode/Nairobi. Während der Dürre im Jahr 2010 haben viele Massai-Familien in Kenia ihr Vieh verloren. Um diesen Familien wieder eine Lebensgrundlage zu geben, hat die Mission Frohe Botschaft in Großalmerode Ziegen gespendet. Projektleiterin Silke Göbel war vor Ort, um sich über die Aktion zu informieren.

 „Jede Familie hat ein Ziegenböckchen und eine Zicke bekommen, die sich nun vermehren und somit eine Herde bilden sollen“, erzählt Silke Göbel. Für diese Menschen sei es ein großes Geschenk: „Die Massai sind ein Hirtenvolk, das mit seinen Kuh- und Ziegenherden umherzieht“, erklärt die Projektleiterin.

Um sich vor Ort über den Stand des Projektes zu informieren, ist Silke Göbel im März nach Kenia in Ostafrika gereist. In dem Dorf Mosiro, einer winzigen Ansammlung von Hütten und kleinen Häusern mitten im Rift Valley, hat sie einige der Massai-Familien getroffen.

Die Viehhaltung ist für viele Massai, die sonst meist als Tagelöhner arbeiten, existentiell. Sie gelten als wichtiger Milch und Fleischlieferant: „In der weiten Ebene, die von Bergen umgeben ist, ist es trocken – zu trocken, um Ackerbau zu betreiben, doch für Viehzucht reicht das Gras aus“, sagt Göbel.

Vorliebe für Kühe

Silke Göbel

Weil die Massai eine Vorliebe für Kühe hätten, würden viele bereits planen, einige Ziegen einzutauschen, wenn die Herde groß genug ist. Aber das wird wohl noch eine Weile dauern. Schließlich wurden die Tiere erst Anfang des Jahres gekauft. „Weil die Familien in dieser Zeit das Schulgeld aufbringen müssen, werden dann viele Ziegen verkauft, das senkt den Preis“, sagt sie.

Bislang haben die meisten Familien ihr Ziegenpärchen noch bei Nachbarn oder Verwandten, die schon eine Herde besitzen, untergebracht. Grund: Zwei Ziegen bilden noch keine Herde. Und damit die Tiere nicht ausbüchsen, werden sie so lange dort gehalten, bis sie und ihr Nachwuchs eine eigene Herde bilden.

Fotos: Mission Frohe Botschaft spendet Ziegen

Mission Frohe Botschaft spendet Ziegen für die Massai

Überhaupt seien die Massai sehr um das Wohlergehen ihrer Tiere besorgt. Sie geben ihnen eine Allgemeinmedizin und ein Wurmmittel. „Die Tiere haben in der Massai-Kultur einen sehr hohen Stellenwert“, erzählt Göbel. Es gebe sogar eine Art Knochenbrecher, der beispielsweise verletzte Beine schient und Verspannungen und Blockaden der Tiere löst.

Damit noch mehr Familien ein Ziegenpärchen bekommen können, hofft die Mission Frohe Botschaft auf weitere Spenden.

Von Alia Shuhaiber

Kontakt: Mission Frohe Botschaft e.V., Nordstraße 15, Postfach 1180, 37247 Großalmerode, Tel: 0 56 04/50 66, Fax: 0 56 04/73 97, E-Mail: kontakt@mfb-info.de. Spendenkonto: EKK Kassel, BLZ: 520 604 10, Kto: 000 94, Kennwort: Ziegen.

www.mfb-info.de

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