Mittelalterfest: Kinder zeigen’s Rittern

Früh übt sich, wer Ritter sein will: Beim Mittelalterfest auf der Burg Hanstein hatten Kinder die Gelegenheit, sich einen kleinen Show-Kampf mit einem Ritter zu liefern. Fotos: Schröter

Burg Hanstein. Die Augen des kleinen, blonden Jungen leuchten, als er mit dem Plastikschwert auf den in ein Kettenhemd gekleideten Ritter zustürmt.

Wie ein erfahrener Kämpfer deckt er den ebenfalls mit einem Schwert bewaffneten, um viele Köpfe größeren Ritter mit Hieben ein, drängt ihn zurück und zwingt ihn in die Knie. Ein letzter Stich in den Po und das Duell ist entschieden. „Jubel, Jubel“, ruft die begeisterte Menge und applaudiert dem Knirps lautstark. Dieser strahlt über das ganze Gesicht und wirft sich erschöpft, aber überglücklich in die Arme seiner stolzen Mutter.

Mittelalterfest auf Burg Hanstein

Die Aktion „Kinder kämpfen gegen Ritter“ der Hohnsteiner Fechtgruppe war nur eine von vielen, bei denen die jungen Besucher beim zweitägigen Mittelalterfest auf der Burg Hanstein auf ihre Kosten kamen. „Genau das ist es, was dieses Fest so schön und so besonders macht“, sagt Andreas Schünemann aus Esebeck bei Göttingen, der schon seit Jahren zu den Stammgästen gehört. Egal ob der riesige, Feuer speiende Drache Fangdorn, das Mitmachtheater des Nikodemus, Armbrustschießen, Klettern auf einer Strickleiter oder die spannenden Geschichten einer Märchenerzählerin - für jeden Geschmack war etwas dabei.

Mit Helm und Schild: Hineinschlüpfen in die Ritter-Welt.

Der ausrichtende Heimatverein Hanstein/Bornhagen hatte nicht nur an die Kinder gedacht. Mittelalterliche Musik von der Spielgruppe Ohrenpeyn und den Goselagerern, diverse Leckereien aus jener Zeit, zahlreiche Stände des Mittelaltermarktes und das spektakuläre Feuerwerk am späten Samstagabend lockten wieder rund 10.000 Menschen nach Bornhagen.

„Ich mag das familiäre Umfeld hier“, sagt Cosmas Rhinhardson vom Mäscher alias Michael Knop, der schon seit zehn Jahren mit seinem Stand beim Mittelalterfest auf der Burg Hanstein dabei ist. „Vor allem steht hier nicht der Kommerz im Vordergrund, so wie es bei vielen anderen Festen dieser Art der Fall ist.“ Ebenfalls voll des Lobes ist Bruder Tuck, der seinen weltlichen Namen nicht verrät. „Ich finde es großartig, dass der Heimatverein mit diesem Fest dazu beiträgt, diese wunderschöne Burg zu erhalten.“ „Schließlich haben solche Mauern eine Seele und können spannende Geschichten erzählen.“

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