Voller Saal zur Premiere des Films „Der Medicus“ – Formatio Saltatio Draconum spielte Konzert

Mittelalterliche Atmosphäre im Kino

Mit Dudelsack und Trommeln: Die Gruppe Saltiato Draconum, die auch im Film mitwirkte, heizte den Kinogängern mit mittelalterlicher Musik ein. Foto:  Geier

Witzenhausen. Wie im Mittelalter ging es am Freitagabend im Capitol Kino in Witzenhausen zu. Ritter mit Lanze und Schild bewachen den Eingang, beäugen zweifelnd die Schlange, die in den Kinosaal drängt. Es ist die Premiere des deutschen Films „Der Medicus“, der für einen vollen Kinosaal sorgt.

Zur Einstimmung spielte die Formatio Saltatio Draconum. Das fünfköpfige Ensemble heizte mit Dudelsack und Trommeln den Massen ein. „Jubel“, dröhnt die Stimme eines Ritters und die Menge folgt. Professionell wurde das Mittelalter durch das Team des Mittelaltermarkts im Steinbruch Cornberg vertreten. Sascha Heckmann und seine Gesellen sorgten für die nötige Atmosphäre, mit früher französischer Musik, die die Zuhörer beklatschten.

Mittelalterfans zog es in Scharen in den Kinosaal 1, wer am Freitagabend keine Reservierung hatte musste draußen bleiben. In Witzenhausen war die Premiere des Mittelalterfilms „Der Medicus“ sehr gefragt. Ritter saßen neben Hofdamen - kein Platz blieb frei. Eins hatten alle gemein, jeder schien dem Beginn des Films entgegen zu fiebern.

Mit scharfen Augen verfolgten die Bornhagener Gäste bei der Premiere wo sie die Mauern ihres Hansteins erhaschen konnten. Im Juni 2012 wurden auf der thüringischen Burg einige Szenen gedreht und die Einheimischen waren begierig zu sehen, was aus den Dreharbeiten geworden war.

Aber auch andere Zuschauer waren gespannt Anja Klingbeil aus Neu-Eichenberg war zu dem mittelalterlichen Spektakel gekommen, um sich von der mittelalterlichen Atmosphäre mitreißen zu lassen. „Es ist eine wunderbare Einstimmung“, erzählte die 37-Jährige. Auf was sie sich am meisten freue, wusste sie schnell eine Antwort: Sie wollte wissen, wie man ein 800-Seiten-Buch auf die Leinwand bringt. „Ich habe das Buch Ende der 90er zum allerersten Mal gelesen und mich in diese Welt verliebt“, berichtete sie. Pünktlich zur Premiere in Witzenhausen hat sie das Buch noch einmal gelesen.

Vollkommen unbekümmert saß Michael Klavaß im vollen Kinosaal. Der 21-Jährige war einfach neugierig und wollte sich von dem Gezeigten überraschen, vielleicht sogar verzaubern lassen. „Wenn es mir gefällt, nehme ich mir das Buch vor“, sagte er mit einem Lächeln.

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