Fahrbahnreparaturen schneller abgeschlossen als gedacht

Göttingen: A7 ist nach schwerem Unfall wieder komplett frei

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Der Gefahrguttransporter durchbrach die Mittelleitplanke und lag quer auf beiden Fahrspuren.

Göttingen. Nach dem Unfall am Freitag bei Göttingen und der Vollsperrung der A7 gab es am Sonntagnachmittag die ersehnte Nachricht: Die Autobahn ist seit 16.15 Uhr wieder komplett frei.

Aktualisiert am Sonntag
um 17 Uhr

Seit Freitagmorgen war die A7 bei Göttingen in beide Richtungen komplett gesperrt. Nach dem schweren Unfall eines Gefahrguttransporters mussten 80 Fässer mit Rattengift und der Lkw selbst auffwendig geborgen werden. Danach musste die Fahrbahn repariert werden, weil das Feuer des brennenden Lkw und die teilweise ausgelaufenen Chemikalien die Oberfläche beschädigt hatten. Auch die Mittelschutzplanke, die der Lkw am Freitagmorgen durchbrochen hatte, wurde erneuert.

Nachdem ein Fahrstreifen Richtung Norden bereits am Sonntagmorgen freigegeben wurde, gaben Autobahnmeisterei und Polizei am Sonntag um 16.15 Uhr alle Fahrstreifen in beide Richtungen frei.

In Fahrtrichtung Süden stehen alle drei Fahrstreifen ab 17 Uhr wieder zur Verfügung, teilte die Polizei mit. Die Fahrbahndecke wurde dort auf rund 200 Metern erneuert, das Material müsse nur noch aushärten.

Auf den Umleitungsstrecken dürfte sich die Lage gegen Abend dann auch entspannen: Am Nachmittag betrug die Staulänge in Richtung Süden (Kassel) etwa eineinhalb Kilometer, in Richtung Norden (Hannover) etwa zwei Kilometer. Im Göttinger Stadtgebiet herrscht auf den Hauptverkehrsadern zähfließender Verkehr.

Was war passiert?

Der Sattelzug hatte am Freitag aus noch unbekanntem Grund die Mittelleitplanke durchbrochen. Der Transporter geriet auf die Gegenfahrbahn, kippte um und fing Feuer. Ein 25-jähriger Fahrer aus dem Eichsfeldkreis, der mit seinem Auto in die Unfallstelle hineinfuhr, kam in den Trümmern ums Leben. Seine Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen, der Lastwagenfahrer kam ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus.

Der Tag nach dem A7-Unfall: Bergungsarbeiten und Staus um Göttingen

Es war einer der größten und langwierigsten Feuerwehreinsätze der vergangenen Jahre. Mehr als zwei Tage lang dauerten dort die Aufräum- und Sanierungsarbeiten.

Die Bergung der teils beschädigten Fässer mit Schädlingsbekämpfungsmitteln, die der Lkw geladen hatte, erwies sich als schwierig und zeitaufwendig. Die Feuerwehrleute mussten mit speziellen Schutzanzügen arbeiten.

Gefahrgutunfall auf der A7

In der Nacht zu Sonntag wurde dann der Gefahrgut-Lkw geborgen. Erst dann konnten Fachleute die Fahrbahn auf Schäden überprüfen. Sie war durch Feuer und Chemikalien in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Experten entschieden, zunächst eine Spur Richtung Hannover freizugeben.

Tagelange Sperrung?

Am Freitag war sogar die Rede davon, dass die Autobahn womöglich bis nach Weihnachten gesperrt sein könnte. Zum Start in die Weihnachtsferien staute sich der Verkehr auf der Umleitungsstrecke über die Autobahnabfahrt Göttingen-Nord und die A38 bei Friedland auf etlichen Kilometern. Fernreisenden empfahl die Polizei, den blockierten Autobahnabschnitt weiträumig zu umfahren. (jbg)

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