Sperrung wegen Sanierung

Heidkopftunnel auf A38: Provisorische Abfahrt soll für Entspannung sorgen

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Blick auf den Heidkopftunnel der A 38: Die dortige Sanierung der Fahrbahndecke macht eine kreative Umleitungslösung der Verkehrsbehörden nötig.

Der Heidkopftunnel auf der A38 muss saniert werden. Sperrungen des Tunnels sorgen immer wieder für Staus auf den Umleitungsstrecken.

Für die voraussichtlich viermonatige Sperrung des Heidkopftunnels – vermutlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 – baut die niedersächsische Straßenverkehrsbehörde in Bad Gandersheim auf eine provisorische Anschlussstelle.

Das kündigte Leiter Udo Othmer am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung an. „Unsere Vorüberlegungen wurden bestätigt. Wir werden die Möglichkeit einer provisorischen Auf- und Abfahrt der A 38 im Bereich Niedergandern weiter verfolgen“, erklärte Othmer. Erst wenn diese vorübergehende Anschlussstelle eingerichtet sei, wolle man über den genauen Zeitplan der Sanierung entscheiden.

Parallel dazu hat das Landesverkehrsamt am Mittwochabend entschieden, eine Machbarkeitsstudie für die sogenannte Gegenverkehrslösung in Auftrag zu geben. Dabei wird der Verkehr der jeweils gesperrten Tunnelröhre durch die andere Röhre geführt. Das beinhaltet allerdings auch Sicherheitsrisiken aufgrund des Gegenverkehrs im Tunnel. „Mit den ersten Ergebnissen dieser Studie ist erst Ende des Jahres zu rechnen“, gab Othmer zu bedenken.

Auch Hessen, wo zeitgleich zum Heidkopftunnel die B80 bei Neu-Eichenberg gesperrt ist, soll an einer Entspannung der Umleitungsstrecken mitwirken. „Wir haben vereinbart, dass die hessischen Kollegen den Knotenpunkt B 80/B27 verbessern, um in der Zukunft lange Staus bei Umleitungen zu vermeiden“, sagte Othmer. Eine Entzerrung könnte beispielsweise mit einer Ampel möglich sein.

Eine erhöhte Belastung für die Anwohner bei der neuen Umleitungslösung erwartet der Leiter der niedersächsischen Straßenbaubehörde nicht. Auf thüringischer Seite gebe es eine Umgehungsstraße bei Kirchgandern, weitgehend ohne Wohnhäuser. „Und an der B 80 sind nur die betroffen, die jetzt ohnehin schon betroffen sind.“

Auch auf den Offenen Brief der drei Landräte von Göttingen, Eichsfeld und Werra-Meißner ging Othmer ein: „Die von uns vorgeschlagene Lösung wurde von allen sehr positiv aufgenommen.“

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