Grüne Landtagsabgeordnete zieht sich zurück

Sigrid Erfurth tritt nicht mehr an

Sigrid Erfurth

Werra-Meißner. Nach Lothar Quanz und Dieter Franz (beide SPD) zieht sich die dritte Landtagsabgeordnete aus dem Werra-Meißner-Kreis zurück: Sigrid Erfurth (Grüne) tritt bei der Landtagswahl 2018 nicht mehr an.

Die 61-Jährige saß seit 2005 im Parlament – „nur in meinem Ypsilanti-Jahr nicht“, wie Erfurth sagt. 2008, beim Wahlsieg von Andrea Ypsilanti (SPD),  hatte sie den Einzug knapp verpasst – als nach der gescheiterten rot-rot-grünen Regierungsbildung 2009 Neuwahlen anstanden, kehrte die Neu-Eichenbergerin nach Wiesbaden zurück.

Die Arbeit im Parlament mache ihr viel Spaß, sagt Erfurth. Aber es sei Zeit, aufzuhören. „Zum Ende der nächsten Legislaturperiode wäre ich 68 – so lange will ich nicht bleiben.“ Sie ziehe sich vor allem zurück, um mehr Zeit für sich, Ehemann Karl-Heinz Riechel und die Familie zu haben.

Ein Leben ohne Politik kann sich Erfurth nicht vorstellen. Ihr Kreistagsmandat, das sie seit 1997 innehat, will sie behalten, zudem kandidiert sie im November für einen Beisitzerposten im Grünen-Landesvorstand. Wer ihr Nachfolger als Direkt-Kandidat der Grünen im Werra-Meißner-Kreis wird, sei noch ebenso offen wie die Frage, ob derjenige einen guten Listenplatz erhält und ins Parlament einzieht. 

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