Dietz: Keine Möglichkeit mehr für Gespräche mit Bürgerinitiative

Streit um Logistikgebiet Neu-Eichenberg spitzt sich zu

Neu-Eichenberg. Der Streit um das geplante Logistikgebiet bei Neu-Eichenberg geht in eine neue Runde.

Fest steht: Es gab ein vertrauliches Gespräch zwischen Vertretern der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg (BI), Landrat Stefan Reuß, Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, und Neu-Eichenbergs Bürgermeister Jens Wilhelm zum Gebiet. Über Inhalte und Folgen gibt es nun unterschiedliche Darstellungen.

Die BI schreibt nun in einer Pressemitteilung, Kleeberg habe dem Investor des Logistikgebiets, der Dietz AG, den Vorschlag unterbreiten wollen, nur 50 Prozent des Gebiets zu bebauen, die BI müsse dafür aber umgehend ihren Protest gegen das Projekt einstellen. Dem widersprechen Kleeberg und Reuß. „Ich habe kein Angebot gemacht, das kann ich auch nicht“, sagt Kleeberg. Er habe lediglich eine Bitte der BI-Vertreter weitergegeben.

Einige Tage später habe Kleeberg dann wiederum laut BI dieser ein Angebot der Dietz AG übermittelt. „Die BI sah sich daraufhin veranlasst, die Fraktionsvorsitzenden der in der Gemeinde Neu-Eichenberg vertretenen Parteien darüber zu informieren“, heißt es in der BI-Mitteilung. Auch von Dr. Wolfgang Dietz, Geschäftsführer der Dietz AG, ging danach eine E-Mail an die Fraktionsvorsitzenden. Auf Anfrage unserer Zeitung bestreitet Dietz konkrete Vorschläge. In einem Telefonat mit Kleeberg habe er nur „grundsätzliche Gesprächsbereitschaft über angepasste Nutzungsvarianten signalisiert“ und diese an konkrete Forderungen geknüpft, zum Beispiel, dass alternative Konzepte wirtschaftlich tragbar seien.

Die BI habe seine Aussagen und den Sachverhalt verdreht und instrumentalisiert, um das laufende Verfahren zu verzögern und die Gemeindevertreter zu spalten, so Dietz. Er sehe „mit der BI keine weitere Gesprächsgrundlage in dieser Angelegenheit.“

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