Neues Fahrzeug und mobile Rauchverschlüsse für Badestädter Wehr

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Handlich: Auf 70 mal 50 Zentimeter zusammenfalten lassen sich die mobilen Rauchverschlüsse, die Bad Sooden-Allendorfs Wehrführer Stefan Scharf (von links) und Bürgermeister Frank Hix von Reinhold Strickrodt und Klaus Schudy als Vertreter der Sparkassen-Versicherung entgegennehmen konnten. 

Bad Sooden-Allendorf. Die Freiwillige Feuerwehr in Bad Sooden-Allendorf, ohnehin schon eine der bestausgestatteten im Kreis, hat weiter aufgerüstet. Am Donnerstagnachmittag erhielten die Brandschützer ein Dekontaminations-Fahrzeug und fünf mobile Rauchverschlüsse.

Beides dient der Eindämmung oder Abwehr von Gefahren. Gekostet hat das die Stadt keinen Cent.

Bei dem Gerätewagen Dekontamination handelt es sich um ein 14 Jahre altes Fahrzeug, das zuletzt in Waldkappel stationiert war, noch in tadellosem Zustand ist und damals über 150 000 Euro kostete. Zur Verfügung gestellt hat es der Bund, der auch für alle laufenden Kosten gerade steht, freuten sich Bürgermeister Frank Hix und Wehrführer Stefan Scharf.

Das Fahrzeug und seine technische Ausstattung dienen der Dekontamination, also Entgiftung, von Personen, die etwa bei Unfällen mit gefährlichen flüssigen oder gasförmigen Stoffen in Berührung gekommen sind, erläuterte Scharf. Ausgestattet ist es mit einem 25 Quadratmeter großen Aufenthalts- und einem zehn Quadratmeter kleineren Duschzelt, in dem die mit Schadstoffen, zum Beispiel Chlorbleiche, belasteten Schutzanzüge der Einsatzkräfte dekontaminiert werden. Pro Stunde können nach Angaben des Wehrführers 50 Personen "durchgeschleust" werden. Das Fahrzeug verfüge über eine Wasseraufbereitungsanlage. Schmutzwasser werde separat aufgefangen, um es entsorgen zu können.

Besetzt ist das Fahrzeug mit sechs speziell ausgebildeten Einsatzkräften unter Leitung von Chefmechanist Benjamin Börner. Weitere sechs Wehrmänner sollen im Frühjahr an der Landesfeuerwehrschule dieselbe Ausbildung erhalten.

Ebenfalls am Donnerstagnachmittag übergaben die Sparkassen-Versicherung Kassel und das Sparkassen-Versicherungs-Center Werra-Meißner, vertreten durch Reinhold Strickrodt und Klaus Schudy, der Feuerwehr fünf mobile Rauchverschlüsse.

Auch Rauchschutz- oder Brandvorhang genannt, sind diese Spezialgewebe aus Glasfaser mechanisch sehr stabil und halten Temperaturen bis zu 500 Grad Celsius aus. Sie werden bei Bränden etwa in Mehrfamilienhäusern mit einer Spreizstange in einen Türrahmen gespannt und sollen durch das herabhängende Tuch verhindern, dass heiße Brandgase sowie giftige oder ätzende Bestandteile des Qualms in andere Räume oder auch Treppenhäuser gelangen, die als Fluchtweg oft von überlebenswichtiger Bedeutung sind.

Bis Ende nächsten Jahres, kündigten Strickrodt und Schudy an, wolle die Sparkassen-Versicherung hessenweit, aber auch in Thüringen und Rheilnland-Pfalz alle bei ihr versicherten Kommunen mit diesen fast 1,20 Meter breiten und knapp zwei Meter hohen Spezialvorhängen ausstatten und dafür pro Stück 450 Euro ausgeben. (zcc)

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