Koschel-Naahs will an Spitze des Unterbezirks – Vier Bewerber als Ersatz für Quanz

Nickel hört als SPD-Chef auf

Andreas Nickel

Werra-Meißner. Stühlerücken im SPD-Unterbezirk Werra-Meißner: Großalmerodes Bürgermeister Andreas Nickel zieht sich vom Vorsitz der Kreis-SPD zurück. Beim Parteitag am 16. März in Wanfried werde er nicht erneut kandidieren, bestätigte Nickel auf Anfrage der HNA.

M. Koschel-Naahs

Eine Nachfolgerin steht bereits in den Startlöchern: Witzenhausens Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Koschel-Naahs hat angekündigt, sich zur Wahl für den Unterbezirksvorsitz zu stellen. Weitere Kandidaten sind bisher nicht bekannt. Allerdings sind Kandidaturen auch noch bei der Delegiertenversammlung selbst möglich.

Nickel nannte zeitliche Gründe für seinen Rückzug. Sein Bürgermeisteramt erfordere viel Einsatz gerade auch abends und am Wochenende. Und so hätten dankenswerterweise sehr häufig seine Stellvertreter Parteitermine für ihn wahrgenommen. „Aber das ist auch nicht immer wünschenswert“, sagte Nickel. „Man kann sich nun einmal schwer aufteilen.“

Nickel stand zweieinhalb Jahre an der Spitze des SPD-Unterbezirks. Schon vor seiner Wahl hatte er sich nicht um das Amt gerissen. Beim HNA-Lesertreff vor der Bürgermeisterwahl in Großalmerode im Januar 2012 hatte er daraus keinen Hehl gemacht. „Auch das noch“, sagte er auf die Frage, was er gedacht habe, als man ihm den Vorsitz der Kreis-SPD angetragen hatte. Nickel hatte die Funktion nach dem von Korruptionsvorwürfen begleiteten Rücktritt seines Vorgängers Dirk Oetzel im Jahr 2010 kommissarisch übernommen. Ein Jahr später war er dann offiziell gewählt worden.

Erleichtert äußerte sich Nickel darüber, dass Koschel-Naahs als Nachfolgerin für den Parteivorsitz zur Verfügung steht. „Dadurch ist mir eine große Last genommen“, sagte er. Für das Amt stünden Interessenten „nicht gerade Schlange“. Und für jemanden, die sich „noch eine größere Rolle in der Politik vorstellen kann“, sei das Amt der Unterbezirksvorsitzenden bestens geeignet, sagte Nickel über Koschel-Naahs.

Die Witzenhäuserin wirft nicht nur für den Parteivorsitz ihren Hut in den Ring. Am 16. März werde sie sich auch als Ersatzkandidatin für den Landtagskandidaten im Wahlkreis 9 (Eschwege-Witzenhausen) bewerben, kündigte Koschel-Naahs an.

Noch ein Witzenhäuser

Dann wird sie jedoch mit Sicherheit auf Gegenkandidaten treffen. Nickel bestätigte, dass ihm bereits weitere Bewerber bekannt seien: Hendrik Elkenhans, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Witzenhausen, habe seine Kandidatur ebenso angekündigt wie Alexander Feiertag, Vorsitzender der Eschweger SPD-Stadtverordnetenfraktion, sowie Dr. Uwe Heinemann. Letzterer ist Mitglied der Kreistagsfraktion und Stadtverordneter in Großalmerode. Archivfotos: Strotkötter, Köppe, Forbert

Von Claas Michaelis

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