30 Beamte in Hessisch Lichtenau im Einsatz

Polizei verhindert Massenschlägerei in Flüchtlingslager

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Einsatz: Die Polizei verhinderte am Mittwochabend eine Massenschlägerei im Flüchtlingslager Senkefeld.

Hessisch Lichtenau. Mit 30 Beamten hat die Polizei am Mittwochabend eine drohende Massenschlägerei im Senkefeld in Hessisch Lichtenau verhindert.

Gegen 20.50 Uhr wurden die Beamten in die Erstaufnahmeeinrichtung gerufen. Auf dem Platz vor der Einrichtung waren laut Polizei circa 60 Bewohner somalischer und arabischer Herkunft in Streit geraten. „Ein Beteiligter wurde verletzt, weitere körperliche Auseinandersetzungen drohten“, teilte Jörg Künstler, Pressesprecher der Polizidirektion Werra-Meißner auf Anfrage mit.

Auslöser war eine vorangegangene vorläufige Festnahme eines 21-jährigen Afghanen. Gegen ihn besteht laut Polizei der „Anfangsverdacht eines Sexualdeliktes“. Opfer soll ein vierjähriger afghanischer Junge sein. Die Eschweger Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Gegen den Afghanen wurde Haftbefehl beantragt.

Ob der 21-Jährige das Kind berührt hat oder sogar versucht hat, es zu vergewaltigen, ist bisher unklar. „Der Tatverdächtige macht keine Angaben“, sagte Künstler. Die Vernehmung der Zeugen dauere noch an, da auf Dolmetscher zurückgegriffen werde müsse.

Laut Polizei beruhigte sich die Lage im Senkefeld, nachdem die Beamten der Gruppe unter Mithilfe eines Dolmetschers die Festnahme des 21-Jährigen erläutert hatten. Das Kind wurde mit seiner Familie noch am selben Abend in eine andere Unterkunft verlegt.

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