Zurück in die Klassen - Präsenzunterricht für Schüler hat begonnen

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Die Schüler der Klasse 5 C der Johannisberg-Schule beim Englischunterricht: Der Sicherheitsabstand ist ungewohnt, wird aber streng eingehalten. Foto: Johannisberg-Schule

Witzenhausen/Neu-Eichenberg –Immer mehr Schulen führen wieder Präsenzunterricht ein. Auch im Landkreis kehren nach den Abschlussklassen vermehrt die anderen Schüler an die Schulen zurück. Wir haben bei der Ernst-Reuter-Schule in Neu-Eichenberg und der Johannisberg-Schule in Witzenhausen nachgefragt.

An der Ernst-Reuter-Schule werden nur die Viertklässler unterrichtet. Ab dem 2. Juni sollen die anderen Schüler folgen, so Schulleiterin Michaela Rabe. Die Klassen 1 bis 4 wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wird von der ersten bis zur vierten Stunde unterrichtet, die zweite Gruppe von der zweiten bis zur fünften. Durch die Zeitverschiebung beginnen und beenden die Schüler ihre Lektionen unterschiedlich, die Pausen sind zeitversetzt.

Weniger Kontakt durch zeitversetzten Unterricht 

Die Folge: Weniger Schüler kommen in direkten Kontakt miteinander, wodurch die Abstandsvorschrift gewahrt und die Ansteckungsgefahr minimiert werden kann. Obwohl sich die Anzahl der Lerngruppen erhöht, werden alle Kinder künftig für vier Unterrichtsstunden vor Ort beschult. Die Klassen 1 bis 3 an drei Tagen die Woche, die Viertklässler sogar an vier Tagen. Das ergibt zwölf beziehungsweise 16 Wochenstunden, weitaus mehr als die vom Land Hessen vorgeschriebenen sechs. 

Homeschooling kommt hinzu

Hinzukommt weiterhin Home-Schooling. Die neue Situation soll Eltern entlasten, auch wenn die Organisation knifflig war. Rabe erklärt: „Die Crux liegt im Detail. Die zeitliche Versetzung des Unterrichts verändert den Arbeitsalltag der Lehrer komplett.“ Laut Schulleiter Andreas Hilmes findet in der Johannisberg-Schule der Unterricht nur für die Abschlussklassen der Haupt- und Realschule sowie für die Klassen 5 und 6 statt; ab dem 25. Mai folgen dann die Schüler der Jahrgänge 7 bis 10. Auch hier setzt man auf versetzte Unterrichtszeiten und kleine Lerngruppen mit zugewiesenen Toiletten und Bereichen auf dem Schulgelände. Ein- und Ausgänge sind unterschiedlich.

Der Mindestabstand von 1,5 Metern wird in den Räumen streng eingehalten. Besonderer Fokus liegt beim Präsenzunterricht auf den Hauptfächern, Home-Schooling erfolgt weiterhin für alle Schüler. „Ich muss wirklich sagen, dass alle Mitglieder unserer Schulgemeinde bislang sehr viel Verständnis für die außergewöhnliche Situation aufgebracht haben“, sagt Hilmes. und betont: „Ich habe den Eindruck, dass die Schulgemeinde anerkennt, was die an Schule beteiligten Menschen derzeit leisten, seien es die Eltern, die Kinder, für welche die Situation ganz sicher nicht einfach ist, aber auch die Lehrkräfte.“

VON RAPHAEL DIGIACOMO

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