Automobilzulieferer investiert aber fünf Millionen Euro in Standort

Rege Motorenteile will ein Werk schließen

Witzenhausen. Die Rege Motorenteile GmbH will ihr Werk an der Mündener Straße in Witzenhausen zum 31. Dezember 2013 schließen. Die rund 60 Mitarbeiter am Standort sollen aber im Werk Am Eschenbornrasen weiter beschäftigt werden.

Das teilte Personalchef Olaf Kohrmeyer im Gespräch mit der HNA mit. Insgesamt beschäftigt Rege in Witzenhausen 360 Menschen.

Ziel des Automobilzulieferers sei es, den Produktionsstandort Witzenhausen zu erhalten und Jobs zu sichern. Deshalb habe Rege 2012 Maschinen für fünf Millionen Euro angeschafft. "Wir befinden uns in einer Restrukturierung des Unternehmens", sagte Kohrmeyer. Ein erster Schritt sei mit dem Sanierungstarifvertrag im Einvernehmen mit der IG Metall Nordhessen bereits getan. Die wöchentliche Arbeitszeit ist von 35 auf 32 Stunden gesenkt worden (wir berichteten). "Der seit November gültige und für ein Jahr geschlossene Sanierungstarifvertrag schließt betriebsbedingte Kündigungen aus", erklärte Kohrmeyer. Zwar befinde sich das Unternehmen in einer schwierigen Situation, aber die ersten Maßnahmen würden bereits greifen.

Grund für die Schließung des Werks an der Mündener Straße sei die geringe Auslastung. Rege wollte sich 2009 breiter aufstellen. Seitdem die Aufträge des Solartechnikherstellers SMA aus Niestetal weggebrochen sind, gebe es nicht mehr genug Arbeit. Seit November 2012 werde kein Teil mehr für SMA dort gebaut. Derzeit werde ein Nachmieter für das Gebäude gesucht.

"Wir sind Auftragsschwankungen von bis zu 15 Prozent ausgesetzt", sagte Werkleiter Thomas Walda. Deshalb sei der Umbau des Unternehmens unumgänglich. Mit Änderungsverträgen, Altersteilzeit und regulär ausscheidenden Mitarbeitern werde Rege zwangsläufig etwas kleiner. "Wir wollen ein vernünftiges und gesundes Unternehmen am Standort Witzenhausen", sagte Walda.

Von Alia Shuhaiber

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