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Salzpredigt in Bad Sooden-Allendorf befasste sich mit dem Frieden im Kleinen und im Großen

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Von: Christoph Cortis

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Traditionell: Pfarrer Dr. Daniel Bormuth segnet Salz und Sole, die ihm Leonard Meister (von links) und Louis Brill darreichen, begleitet von den Ehrendamen Enni Broska und Hannah Hohmeyer (rechts).
Traditionell: Pfarrer Dr. Daniel Bormuth segnet Salz und Sole, die ihm Leonard Meister (von links) und Louis Brill darreichen, begleitet von den Ehrendamen Enni Broska und Hannah Hohmeyer (rechts). © Chris Cortis

Bleibt der Soundgarten in der Badestadt? Viele Menschen hoffen es. Was wird aus dem Brunnenfest, nachdem der gleichnamige Ausschuss definitiv seinen Rückzug erklärt hat? Offen auch das.

Bad Sooden-Allendorf – Ohne diese Highlights zu erwähnen, ging nach dem Empfinden nicht weniger Zuhörer St.-Crucis-Pfarrer Thomas Schanze auf eben diese Fragen ein während des Dankgottesdienstes zum Brunnenfest in Sooden.

In der traditionellen Salzpredigt am Pfingstmontag befasste sich der Geistliche mit dem Frieden im Kleinen und im Großen.

Er geißelte mit scharfen Worten den Überfall der russischen Armee auf die Ukraine, nannte Putin einen „habgierigen, machtbesessenen, narzisstischen und egoistischen Tyrannen“. Dennoch: Der Glaube, dass Waffen wirklichen Frieden schaffen würden, sei „ein Irrtum“.

Suche nach dem inneren Frieden

„Wo ist er hin, der innere Frieden?“, wandte sich Schanze unausgesprochen der lokalpolitischen Szene zu: „Wenn wir zu diesem inneren Frieden kommen, sind wir imstande, einen Beitrag für den Frieden im Kleinen zu leisten, in der Stadt, in der man lebt und wirkt.“

Das gelinge nur, „wenn wir nicht immer auf das Rechthaben bestehen oder unseren Willen durchsetzen wollen.“ Auch diejenigen, die es nicht zur Kenntnis nehmen wollten, forderte der Seelsorger auf: „Mal zuhören, bevor man gleich antwortet, und die Bedürfnisse des anderen wahrnehmen.“

Pfarrer Thomas Schanze
Pfarrer Thomas Schanze © Cortis, Christoph

Die Sorge um den Zusammenhalt der Gesellschaft drückte sich auch in den Fürbitten aus, die unter anderem „den Frieden in der Stadt“ herbeisehnten. „Herr, erbarme dich“, stimmte die Gemeinde ein.

Der 16-minütigen Predigt war die Segnung von Salz und Sole durch Dr. Daniel Bormuth, Pfarrer an St. Marien in Sooden, gefolgt. Mit ihm hatte sein Allendorfer Amtskollege Hubertus Spill die Liturgie des Gottesdienstes bestritten, der unter freiem Himmel vor dem Kultur- und Kongresszentrum von einem Ensemble des örtlichen Posaunenchores musikalisch umrahmt worden war.  zcc

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