Bad Sooden-Allendorf

Schachklub richtet schon 25. Senioren-Schachturnier aus

Bad Sooden-Allendorf. Ein Ziel haben die Veranstalter schon erreicht, bevor der erste Zug gemacht ist: Zum 25. Seniorenturnier der Schachspieler in Bad Sooden-Allendorf haben sich bislang 223 Teilnehmer angemeldet.

Damit wurde die Schallmauer von 200 wieder durchbrochen. 223 ist zudem Rekord.

Zum 25. Mal richtet der örtliche Schachklub die Senioren-Open aus. Vom 20. bis 28. April werden an dem neun Runden dauernden Turnier täglich über 100 interessante Partien pro Tag erwartet. Für Sonntagnachmittag, 28. April, ist die Siegerehrung vorgesehen.

Der Berliner Ernst Fleischer gründete die Veranstaltung 1988 als Urlaubsturnier. Bis zu seinem Tode 2010 habe er die Turniere mit voller Hingabe geleitet, wie Klubvorsitzender Michael Jung mit Dankbarkeit berichtet. Schon 1989 verzeichnete das Turnier mehr Teilnehmer und der damalige Vereinsvorsitzende Dr. Horst Reichel, der 2006 verstarb, stieg in die Turnierorganisation mit ein. Als 1990 die Grenze zu Thüringen offen war, wurden schon über 100 Spieler begrüßt.

Für viele der Teilnehmer ist der Besuch dieses Turnieres schon fast eine Pflichtveranstaltung, sagt Michael Jung. Die Gründe für diesen Zuspruch sieht er unter anderem in den guten Spielbedingungen und der perfekten Organisation.

Zudem wurde den Begleiterinnen der Schachspieler und auch den Sportlern selbst einst Wanderungen angeboten. Da schnürte Vorstandsmitglied und Schiedsrichter Walter Rammenstein noch die Stiefel und zeigte den Gästen die Landschaft, war beispielsweise auf Meißner und Teufelskanzel und in einer Stockfabrik. Diese kleinen Ausflüge, weiß Rammenstein, "wurden immer sehr gut angenommen". Auch diesmal werden im Rahmenprogramm wieder zwei Ausflüge nach Witzenhausen ins Tropengewächshaus angeboten.

Turnierleiter Rammenstein sieht in der Veranstaltung auch einen nicht unbedeutenden Wirtschaftsfaktor für Bad Sooden-Allendorf. Während des Turnier könne mit über 3000 Übernachtungen gerechnet werden. Und etliche Schachsenioren kämen auch außerhalb der Spielzeit an die Werra.

Aber auch sportlich gesehen wird das Turnier als hochwertig erachtet, entsprechend hochkarätig sind die Teilnehmer. In diesem Jahr werden Denksportler aus allen Bundesländern zur 9. Offenen Internationalen Hessischen Senioren-Einzelmeisterschaft erwartet. Die größte Teilnehmerzahl stellt Nordrhein-Westfalen. Aus dem Ausland erwartet der Schachklub Spieler aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und der Ukraine. Besonders Holland ist mit 15 Anmeldungen stark vertreten.

Unter den Teilnehmern diesmal sind der Senioren-Weltmeister 2011, Großmeister Vladimir Okhotnik, sowie die hessischen Spitzenspieler wie Dr. Reinhard Zunker (Hofheim) und Georg Haubt (Oberursel). (sff)

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