Hessische Polizei ist aber nicht eingeladen

Schluss mit dem A7-Chaos: Konferenz soll Lösung bringen

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen auf der A7 zwischen Kassel und Göttingen. Endlos-Staus sind die Folge. Nun soll eine Lösung gefunden werden.

Schwere Unfälle mit Lastwagen auf der A7 zwischen Kassel und Göttingen führen immer wieder zu Endlos-Staus auf der Fernstraße und zu chaotischen Verkehrsverhältnissen auf den Umleitungsstrecken und in den Anrainerkommunen auf hessischer und niedersächsischer Seite. Eine A7-Konferenz, zu der der Göttinger Landrat Bernhard Reuter (SPD) eingeladen hat, will sich am Mittwoch in der Universitätsstadt mit dem Problem und möglichen Lösungen befassen. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was ist der Auslöser für das Treffen? 

Auslöser ist die ungewöhnliche Häufung von schweren Lkw-Unfällen in den vergangenen Jahren. Dabei kommt es regelmäßig zu chaotischen Zuständen auf und entlang der Autobahn: Autofahrer sitzen - wie zuletzt kurz vor Ostern - über Stunden in kilometerlangen Staus fest. Und auf den Umleitungsstrecken bricht der Verkehr zusammen, Städte und Dörfer sind über Stunden verstopft.

Von wem stammt die Anregung zu der A7-Konferenz? 

Eingeladen hat zwar Landrat Reuter, doch die Initiative ging von Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein (parteilos) aus. Er hatte das jüngste Verkehrschaos zum Anlass genommen, nachdrücklich Abhilfe zu fordern.

Wer ist zu dem Treffen eingeladen? 

Eingeladen sind die Bürgermeister der niedersächsischen A 7-Anrainerkommunen Staufenberg, Hann. Münden, Friedland, Rosdorf und Göttingen, Vertreter der niedersächsischen Polizei, des Verkehrsministeriums in Hannover und der örtlichen Feuerwehren.

Wer nimmt aus Hessen teil? 

Aus Hessen sind die Landräte Uwe Schmidt (Kassel) und Stefan Reuß (Werra-Meißner / beide SPD) eingeladen, außerdem die Rathauschefs von Niestetal, Witzenhausen und Neu-Eichenberg.

Und wer fehlt auf der Liste? 

Nicht berücksichtigt wurde die hessische Polizei, obwohl die Beamten der Autobahnpolizeistation Baunatal auch für den niedersächsischen A7-Abschnitt zwischen der Landesgrenze und der Anschlussstelle Hann. Münden-Lutterberg zuständig sind. „Wir haben keine Einladung bekommen“, sagte Polizeisprecher Torsten Werner auf HNA-Anfrage. Auch die Straßenbauverwaltung Hessen Mobil ist laut ihrem Sprecher Horst Sinemus nicht eingeladen. Auch die stark betroffene Großstadt Kassel wurde nicht berücksichtigt.

Mit welchen Fragen wird sich die Konferenz schwerpunktmäßig beschäftigen? 

Es soll erörtert werden, wie Unfälle vermieden sowie Umleitungen bei der Sperrung der Autobahn besser organisiert werden können.

Gibt es bereits konkrete Vorschläge, wie die Situation entschärft werden kann? 

Ja. Staufenbergs Bürgermeister Grebenstein hat eine großräumige Umleitung vorgeschlagen, um künftig ein Verkehrschaos in den Anrainerkommunen zu vermeiden. Er regt an, dass die Fahrzeuge die Autobahn 7 bereits bei Göttingen verlassen, über die Bundesstraßen 27 und 7 geleitet werden und bei Kassel-Nord wieder auf die Autobahn fahren.

Wie sind auf hessischer Seite die Erwartungen an die A 7-Konferenz?

Eher verhalten. „Ich freue mich, dass wir erst mal miteinander reden“, sagte Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert (SPD). Landrat Schmidt geht nicht davon aus, dass ein Patentrezept gegen das Verkehrschaos gefunden wird. Er hofft aber auf eine Lösung, die zu einer spürbaren Entlastung der Kommunen auf hessischer Seite führt.

Wird es bei dem Treffen am Mittwoch in Göttingen bereits greifbare Ergebnisse geben? 

Vermutlich nicht. Im Mittelpunkt wird wahrscheinlich erstmals die Schilderung der Situation stehen. Weitere Treffen könnten folgen.

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