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Glasfaser: Schnelles Netz für Hessisch Lichtenau

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Von: Nicole Demmer

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Kabelrohre, wie das von Bürgermeister Michael Heußner (links) und Holger König präsentierte, werden von den Verteilerkästen (rechts im Bild) aus verlegt.
Kabelrohre, wie das von Bürgermeister Michael Heußner (links) und Holger König präsentierte, werden von den Verteilerkästen (rechts im Bild) aus verlegt. © Nicole Demmer

3100 Haushalte in Hessisch Lichtenau werden bis Ende 2023 von der Telekom mit schnellem Internet versorgt.

Hessisch Lichtenau – Als eine der ersten ländlichen Kommunen wird die Lossestadt mit Glasfaserverbindungen ausgestattet, berichtete kürzlich Holger König, Regiomanager Infrastrukturbetrieb der Telekom.

In einer ersten Tranche sollen in diesem Jahr 1100 Haushalte mit den Anschlüssen versorgt werden, im kommenden Jahr folgen dann 2000 weitere. Wie Bürgermeister Michael Heußner erklärt, wurden die Neubaugebiete „Rotes Land“, Teile des Gewerbegebiets Ost und das Neubaugebiet im Ortsteil Fürstenhagen bereits angeschlossen. Damit habe Hessisch Lichtenau das einzige Gewerbegebiet des Kreises.

Wichtig ist der Telekom, für den Ausbau die Zusammenarbeit mit der Stadt zu nutzen, sagt König. Wenn etwa Neubaugebiete entstehen oder Straßen saniert werden und die Straßen damit sowieso offenliegen.

Bis zu den Verteilerkästen liegt bereits Glasfaser, nun will die Telekom zudem Leerrohre verlegen, durch die die Glasfaser bis zum Hausanschluss geschossen werden kann. Sie soll damit die bisherigen Kupferkabel ersetzen, was sich vor allem auf die Datengeschwindigkeit auswirken wird. Wie König erklärt, waren bisher höchstens 250 Megabit pro Sekunde möglich, wobei durch die dämpfende Wirkung des Kupferkabels nicht das gesamte Datenvolumen ankommt. Bei Glasfaser sei dies anders, so König. Zudem sei nun ein rund vierfaches Volumen von einem Gigabit möglich.

An diesem Datenvolumen gehe bei den Internet-Anwendungen, die noch kommen, kein Weg vorbei, sagt Heußner. „Ein Glasfaseranschluss in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus ist genauso wichtig wie ein Anschluss an Strom, Wasser oder Gas.“ Zudem steigere der Anschluss den Wert der Immobilie.

Geplant ist eine Vollversorgung mit schnellem Internet, sagt König. Allerdings sei das auch abhängig davon, wie und wann gebaut werde. Für diese Baumaßnahmen gibt es Fördermittel vom Bund. Dafür werde gerade eine Markterkundung vorbereitet, so Heußner.

Gebucht werden kann der Glasfaseranschluss jederzeit. Aktuell lockt die Telekom damit, dies in diesem Jahr zu tun. Wer bis zum 31. Dezember einen Vertrag abschließe, bekomme den Hausanschluss, der mit rund 800 Euro zu Buche schlägt, kostenlos. (nde)

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