„Sind wieder auf der Straße“

Ostermarsch der Friedensbewegung in Witzenhausen

Mit der Friedenstaube voran marschierten die Teilnehmer über die Werrabrücke.
+
Mit der Friedenstaube voran marschierten die Teilnehmer über die Werrabrücke.

Kürzer als geplant verlief der Ostermarsch in Witzenhausen.

Witzenhausen – Mit einem kurzen Ostermarsch vom Witzenhäuser Festplatz über die Werrabrücke zum Rathausplatz und einer Kundgebung dort hat die Friedensbewegung im Werra-Meißner-Kreis am Montag für Frieden und gegen Aufrüstung demonstriert.

Knapp 20 Teilnehmer waren gekommen, um am ersten Witzenhäuser Ostermarsch seit vielen Jahren teilzunehmen. Ursprünglich sollte dieser vom Festplatz über Werrabrücke, Stubenstraße, zur ehemaligen Synagoge an der Steinstraße führen und nach einem kurzen Gedenken dort über die Mühlstraße und die Liebfrauenkirche zur Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz. Wegen des nasskalten Wetters wurde die Route aber kurzfristig deutlich verkürzt.

„Wir sind keine Massenveranstaltung, aber wir sind wieder auf der Straße“, sagte Mitorganisator Andreas Heine von der Friedensbewegung. Eine massive militärische Aufrüstung werde begleitet von einer verbalen Aufrüstung in den Äußerungen führender Politiker. „Das Verhältnis des Westens beziehungsweise der Nato sowohl zu Russland als auch zu China ist hierdurch extrem belastet“, meinte Heine. „Militärische und verbale Aufrüstung erfordern den Widerstand aller Menschen, die den Frieden bewahren und sich für gerechte und völkerrechtsbasierte Beziehungen zwischen den Staaten und Völkern der Welt einsetzen.“ Deshalb seien die unter dem Motto „Frieden auf der Welt ist möglich: Brücken bauen – abrüsten statt aufrüsten“ stehenden Ostermärsche in diesem Jahr auch von ganz besonderer Bedeutung.

„So lange es Atomwaffen gibt, besteht auch die Gefahr, dass diese eingesetzt werden“, meinte der Grünen-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Müller, neben Sarah Link von der Seebrücke Witzenhausen und der Bundestagsabgeordneten Sabine Leidig (Die Linke) einer von drei Rednern. Aus diesem Grund unterstütze Müller auch die Forderung nach Abschaffung aller Atomwaffen. Außerdem appellierte er für einen verstärkten Kampf gegen Klimawandel und Erderwärmung, die aktuell die größte Bedrohung für die Menschheit darstellten. „Ungebremste Erderwärmung löst Gewalt aus, die weit über regionale Bedrohungen hinausgeht.“ (per)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare