Bad Sooden-Allendorf  sucht Paten für Pflanzenkübel

Bad Sooden-Allendorf. Die Einwohner der finanziell arg klammen Stadt Bad Sooden-Allendorf werden die Gelegenheit haben, sich ehrenamtlich in ihrer Stadt einzubringen. Bürgermeister Frank Hix (CDU) hat jetzt zum Betreuen der städtischen Blumenkübel und Pflanztröge aufgerufen.

Derweil gibt es in der Bürgerschaft bereits erste Bestrebungen, auf der Ebene eines Vereins den Erhalt des Freibades zu sichern.

135 Blumenkübel Stück stehen derzeit noch im Stadtgebiet an Straßen und Plätzen. Wenn sich keine Paten finden, werden sie bis auf wenige entfernt, kündigte der Rathaus-Chef an. "Im Zuge des Haushaltsausgleichs, den wir erreichen müssen und wollen, müssen die Blumenkübel weg, um Kosten zu reduzieren", sagte er.

Es geht um 100 Euro pro Kübel, erläuterte Bauamtsleiter Helmut Franke, also 13.500 Euro insgesamt. Diese Kosten fielen jährlich an für die Arbeiten der Stadtgärtnerei - vom Entfernen des Tannenreisigs nach dem Winter über das Bepflanzen erst mit Stiefmütterchen und dann im Sommer nach dem Austausch von Erde mit anderen Blumen bis zum erneuten Eindecken mit Wintergrün. Dazu gehöre auch noch das Gießen im Hochsommer je nach Bedarf an zehn bis zwölf Tagen.

Zusätzliche Kosten entstünden durch Unterhaltung und Neuanschaffungen - derzeit kostet ein Plastikkübel 300 bis 400 Euro. Das wird es aber demnächst auch nicht mehr geben.

Wer einen oder mehrere Kübel betreuen möchte, soll sich bis zum 15. März im Rathaus melden. Zwei Bürger bekundeten übrigens schon vor diesem Aufruf Interesse, also stehen nur noch 133 zur Auswahl. Bei der Art der Bepflanzung soll den Paten freie Hand gelassen werden. Es sollte aber ins Stadtbild passen. Materialkosten, sprich Geld für Blumen wird es von der Stadt nicht geben.

Tröge sollen Stadt verschönern

Hix ist schon bewusst, dass die bepflanzten Tröge zum schönen Erscheinungsbild der Stadt beitragen. Deshalb sollen, wie der Magistrat bereits beschloss, am touristisch bedeutsamen Zimmersbrunnen auch höchstens die Hälfte des Mobiliars entfernt werden.

Im Kurpark sollen die Beete weiter mit Blumen bestückt werden. Da allerdings die jahreszeitliche Wechselbepflanzung besonders ins Geld gehe, so Bauamtschef Franke, werde teilweise auf frostsichere Dauerbepflanzung umgestellt.

Aus den Rosenbeeten vor dem Kino Kurtheater beispielsweise werde, nachdem die Rosen im Wert von 5000 Euro den harten Winter nicht überstanden haben, eine Wildblumenwiese eingesät. Eine andere Alternative ist Lavendel. (sff)

Kontakt: Rainer Langefeld, Tel. 0 56 52 / 95 85-302, E-Mail: r.langefeld@bad-sooden-allendorf.de

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