SPD-Abgeordnete haben Anfrage gestellt

Nun Thema im Landtag: Häuserschäden durch Tunnelbau für A44 

Küchen. Die Schäden durch Sprengungen an der A-44-Tunnelbaustelle bei Küchen beschäftigen nun auch die Mitarbeiter im Verkehrsministerium des Landes Hessen. Die SPD-Abgeordneten Uwe Frankenberger (Kassel), Dieter Franz (Reichensachsen) und Lothar Quanz (Eschwege) haben eine Anfrage ans Ministerium gestellt.

Die SPD-Poltiker wollen darin unter anderem wissen, welche Umstände dazu geführt haben, dass entgegen der Expertenmeinung doch beträchtliche Schäden an mehreren Häusern des Hessisch Lichtenauer Ortsteils entstanden sind (wir berichteten). Außerdem soll ermittelt werden, welche Vorkehrungen nötig gewesen wären, um diese Schäden zu verhindern und wie die Landesregierung die berechtigten Schadensersatzansprüche möglichst schnell und unbürokratisch regulieren will.

Das Verkehrsministeriums beruft sich in seinen Antworten auf die Aussagen von Hessen Mobil, die bereits im Januar auf Anfrage unserer Zeitung folgende Erklärung abgegeben hatte: Grund für die Schäden sind unterschiedliche geologische Gegebenheiten, deren Ausprägungen trotz der Untersuchungen durch einen Gutachter nicht zu erwarten gewesen sind. „Ein Gebäude, dass sich zwischen beiden Tunnelröhren befindet, ist von Setzungsdifferenzen betroffen“, erklärte Horst Sinemus damals. Durch die Setzungsdifferenzen hätten sich bereits vorhandene Risse in den Häusern verstärkt und einzelne neue Risse gebildet Kleinere Reparaturen würden nach gutachterlicher Prüfung sofort behoben - größere Schäden an der Bausubstanz erst nach Beendigung des Tunnelvortriebs und dem Einbau der Innenschale.

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Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hatte vor drei Wochen bei einem Besuch im Lossetal die Geschädigten in Küchen aufgesucht, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Von Alia Shuhaiber

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