"Ein Akt der Befreiung"

SPD: Otto Baumann legt Mandat nieder und tritt aus Partei aus

Witzenhausen. Der Witzenhäuser Stadtverordnete Otto Baumann ist nach 42 Jahren aus der SPD ausgetreten. Zeitgleich hat der Jurist auch sein Amt als Stadtverordneter im Witzenhäuser Parlament niedergelegt.

Seine Entscheidung teilte Baumann Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU) am Dienstag in einem Brief mit.

Baumann bezeichnete seinen Austritt als „einen Akt der Befreiung“. Mit Baumann hat nach Michael Schulze, Michael Göbel und Dr. Bernd Iben nun das vierte SPD-Fraktionsmitglied innerhalb eines Jahres das Handtuch geworfen.

Warum der Kommunalpolitiker erst jetzt aus der SPD ausgetreten ist, begründet er unter anderem mit dem Verhalten der Fraktion, nachdem ein Partei-Ausschlussverfahren gegen ihn im Februar diesen Jahres zurückgezogen wurde. Damals sei vereinbart worden, dass die Fraktion eine Presseerklärung zu seiner Rehabilitation herausgeben werde. Dies sei aber nie geschehen.

Über das Partei-Ausschlussverfahren hatte die SPD versucht, sich Baumanns zu entledigen - er war mehrfach in die Kritik geraten. Unter anderem wegen einer E-Mail, in der er einen Artikel der als rechtsorientiert eingestuften Zeitschrift Zuerst versendete.

Die neu gewählte SPD-Unterbezirksvorsitzende Karina Fissmann hielt sich am Freitag bedeckt. Sie sei in die Angelegenheit nicht involviert: „Otto Baumann hat seine Konsequenzen gezogen und einen Schlussstrich gezogen.“ (alh)

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