Spenden sammeln für den neuen Rasen

TSG Fürstenhagen will Spielfläche im Lossetalstadion sanieren

Viel Moos zwischen dem Gras, an anderen Stellen wachsen Löwenzahn und Gänseblümchen: Axel Nolte, Vorsitzender des Fördervereins vom TSG Fürstenhagen, zeigt den schlechten Zustand des Rasens im Lossetalstation.
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Viel Moos zwischen dem Gras, an anderen Stellen wachsen Löwenzahn und Gänseblümchen: Axel Nolte, Vorsitzender des Fördervereins vom TSG Fürstenhagen, zeigt den schlechten Zustand des Rasens im Lossetalstation.

Moos, Löwenzahn und Gänseblümchen wachsen gut im Lossetalstadion im Hessisch Lichtenauer Ortsteil Fürstenhagen.

Benötigt wird jedoch Gras, damit der TSG Fürstenhagen eine bespielbare Rasenfläche hat. „Die ist in der Vergangenheit schon von Schiedsrichtern kritisiert worden“, berichtet Axel Nolte, Vorsitzender des Fördervereins des TSG.

Im schlimmsten Fall könnte das dazu führen, dass Fußballspiele abgesagt werden.

Verantworlich für den schlechten Zustand des Rasens sind die Abnutzung über die Jahre, aber auch mangelnde Pflege, sagt Nolte. Sowohl bei Düngung und Bewässerung als auch beim Schnitt ist die Grasnarbe in keinem guten Zustand. Der hat sich auch durch die Corona-Zwangspause nicht wesentlich verbessert. Deswegen soll die Rasenfläche nun saniert werden.

Dafür soll die Fläche auf eine Höhe gemäht und vertikutiert werden. Danach kommen mehr als 100 Tonnen Spezialererde auf den Platz, die bereits mit Grassamen bestückt ist. Die Sanierung selbst wird wahrscheinlich nach drei bis vier Tagen abgeschlossen sein, da dafür große Maschinen genutzt werden können, erklärt Nolte.

Danach muss der Rasen aber gut gewässert werden und darf erstmal nicht betreteten werden. „Wir schätzen, dass wir vielleicht im Herbst wieder anfangen können, hier zu spielen“, sagt Nolte. In der Zwischenzeit können die Spieler der TSG, falls die Pandemie es erlaubt, auf den Kunstrasenplatz in Hessisch Lichtenau ausweichen.

Die Sanierung der Rasenfläche ist ein teures Vorhaben. Die Kosten werden um die 15 000 Euro betragen, sagt Nolte. Deswegen nimmt der Verein an einer Crowdfunding-Aktion der VR-Bank teil. Das bedeutet, der Verein sucht nach Unterstützern, die für die Sanierung des Rasens spenden. Die VR-Bank verdoppelt dann jede eingegangene Spende bis zu 50 Euro. So konnte der Verein sein ursprünglich Ziel von 5000 Euro bereits überschreiten. Aktuell beträgt der Kontostand 6858 Euro (Stand Dienstag, 4. Mai). „Wir wollten die Summe nicht zu hoch ansetzen, um niemanden zu verschrecken“, erklärt Nolte. Zudem kann der Verein auch einen Eigenanteil leisten. Allerdings sind die Kosten auch gestiegen, ursprünglich rechnete man mit circa 10 000 Euro. Deswegen freuen sich die Mitglieder der TSG Fürstenhagen auch weiterhin über Spenden, denn auch diese werden bis zum 22. Juni von der VR-Bank verdoppelt.

Um zukünftig die Pflege des neuen Rasens abzusichern, hat der Verein ein Konzept aufgestellt, mit dem Schnitt, Bewässerung und Düngung organisiert werden. Vor allem die Bewässerung spielt da eine wichtige Rolle. „Mit zwei Berieselungsanlagen soll die nun gesichert werden“, sagt Nolte. Dafür muss der Verein sich aber noch ein Gerät anschaffen, die Kosten dafür schätzt Nolte auf 2000 Euro. Das Wasser stellt die Stadt Hessisch Lichtenau zur Verfügung.

Für die bessere Rasenpflege liebäugelt der Verein auch mit einem neuen Rasenmäher, wenn es finanziell machbar ist.

Bis zum 21. Juni läuft die Crowdfunding-Aktion der VR-Bank, bei der Spender den Verein unterstützen können.

(Evelyn Ludolph)

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