Neue Partei hat ihre Hochburg in Witzenhausen

AfD startet gerade im Nordkreis stark

Günter

Werra-Meißner. Von Null locker über die Fünf-Prozent, konkret auf 5,6 Prozent der Zweitstimmen: Die Alternative für Deutschland (AfD) behauptete sich beim ersten Antritt bei Bundes- und Landtagswahl im Werra-Meißner-Kreis. Bei der Landtagswahl kam die neue Partei auf Kreisebene auf 4,4 Prozent.

Gerade im Nordteil des Werra-Meißner-Kreises hat die AfD viele Sympathisanten, wie die Ergebnisse aussagen: Hochburg ist danach Witzenhausen, wo es bei der Bundestagswahl 7,9 Prozent gab. Dabei ragten Gertenbach und Blickershausen mit 15,0 beziehungsweise 12,9 Prozent bei den Stadtteil-Ergebnissen heraus. Das kann sicherlich auch auf prominente Mitglieder wie den früheren SPD-Stadtverordneten Otto Baumann zurückgeführt werden.

Aber auch in Berkatal mit 7,3, Bad Sooden-Allendorf mit 6,6 und Großalmerode mit 6,5 Prozent lagen bei der Bundestagswahl deutlich über der Fünf-Prozent-Hürde.

Entsprechend als „sensationell“ bezeichnet Günter Kuhlmann das Ergebnis, das im Wahlkreis Eschwege-Witzenhausen 20 Prozent über dem AfD-Ergebnis in Hessen liege. Der Landtags-Direktkandidat aus Eschwege erzielte in Witzenhausen mit 4,9 Prozent das beste Ergebnis. Davon konnte FDP-Kandidat Max Grotepaß (Großalmerode), der gerade einmal in seiner Heimatstadt mit 2,7 Prozent auf seinen höchsten Wert kam, diesmal nur träumen.

Dieser „spektakuläre Erfolg“ zeige, dass die Themen der AfD für viele Menschen eine ernstzunehmende Wahlalternative darstellten und „auch hier mit der AfD weiterhin zu rechnen ist“, sagte Kuhlmann.

Die Freien Wähler (FW) hingegen, die in etlichen Stadt- und Gemeindeparlamenten und auch im Kreistag vertreten ist, kamen am Sonntag in den Landtags-Wahlkreisen 9 und 10 nur auf magere Ergebnisse. Im Werra-Meißner-Kreis waren 2,0 Prozent in Wehretal und Weißenborn noch die beste Ausbeute, während sie in Neu-Eichenberg mit 0,3 und in Eschwege mit 0,5 Prozent fast gegen Null ging. (sff)

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