Kreis-CDU hat neuen Vorsitzenden: Stefan Schneider folgt auf Lena Arnoldt

Neuer CDU-Vorsitzender Werra-meißner Stefan SChneider
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Jonglierbälle für den neuen CDU-Chef: Die scheidende Vorsitzende und jetzt Stellvertreterin Lena Arnoldt gratuliert ihrem Nachfolger Stefan Schneider. In die Kamera lächeln auch Schriftführerin Jutta Niklass (von links), die stellvertretenden Parteivorsitzenden Michael Craciun, Alexander Heppe und Wilhelm Gebhard sowie Schatzmeister Christian Ilkenhans. Chris Cortis

Stefan Schneider ist der neue Vorsitzende der Kreis CDU. Er wurde am Wochenende in Bad Sooden-Allendorf gewählt und folgt auf Lena Arnoldt. 

Bad Sooden-Allendorf. Stefan Schneider heißt der neue Vorsitzende der Christdemokraten im Werra-Meißner-Kreis. Der 42-jährige Regierungsrat beim RP in Kassel und erfahrene Kommunalpolitiker aus Eschwege löst Lena Arnoldt (37, Meißner) ab, die nach vier Jahren im Amt auf eine erneute Kandidatur verzichtete, weil die Landtagsabgeordnete schwanger ist und mehr Zeit für die Familie haben möchte.

Appell zur Geschlossenheit  

Auf dem Parteitag am Samstag im Wappensaal des Alten Kurhauses in Bad Sooden-Allendorf hatte Schneider keinen Gegenkandidaten. So gesehen, fiel das Votum für den neuen CDU-Chef eher dürftig aus: Nur 33 Delegierte stimmten für Schneider, der bei einer Enthaltung 27 Gegenstimmen erhielt. Offenbar gehe „ein Riss durch den Kreisverband“, konstatierte Dr. Lutz Bergner als Delegierter aus Berkatal und richtete angesichts der Kommunalwahlen im nächsten Jahr einen flammenden Appell zur Geschlossenheit an die Partei. Vorausgegangen war eine kontroverse Diskussion. Mehrere Delegierte beschwerten sich, dass sie erst 24 Stunden vor dem Parteitag oder erst am selben Tag von der Kandidatur Schneiders erfahren hätten, dessen Name als einziger auf dem vorbereiteten Stimmzettel ausgedruckt war. Von einer „Hinterzimmer“- oder „Desinformationspolitik“ war die Rede und davon, dass es der Kreisvorstand nicht schaffe, Transparenz herzustellen.

Wilhelm Gebhard lehnt Kampfkandidatur ab 

Zu den Kritikern gehörte auch Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Als langjähriger Stellvertreter sei er nicht gefragt worden: „Das hat an mir genagt.“ Obwohl für das höchste Parteiamt vorgeschlagen, lehnte Gebhard eine Kampfkandidatur ab und verließ für die Dauer der 40-minütigen Vorstellungsrede Schneiders seinen Platz am Podium.

Die scheidende Parteichefin Arnoldt verteidigte das Vorgehen des Kreisvorstands. Die Nominierung Schneiders, den sie als „außerordentlich kompetent“ sowie „politisch und privat als besonnen und zuverlässig“ beschrieb, sei lediglich ein Vorschlag gewesen, der andere Bewerbungen nicht ausschließe und ein Wahlergebnis auch nicht vorbestimme.

CDU-Vorstand ist zerrissen

„Der Kreisverband ist zerrissen“, bedauerte der neue Vorsitzende. Ja, es gebe Redebedarf, und er wolle sich auch für mehr Transparenz einsetzen, beteuerte Schneider. Den Schwerpunkt seiner Arbeit will er auf Digitalisierung, Mobilfunk, Schulen und Krankenhäuser legen.

Unproblematisch waren die Wahlen zum geschäftsführenden Kreisvorstand. Jeweils mit 50 Stimmen und mehr wurden stellvertretende Vorsitzende Lena Arnoldt, Alexander Heppe (Eschwege), Michael Craciun (Witzenhausen) und Wilhelm Gebhard. Gewählt wurden ferner Schriftführerin Jutta Niklass (Wanfried), Schatzmeister Christian Ilkenhans (Bad Sooden-Allendorf) und Mitgliederbeauftragter Niklas Gries (Waldkappel).  (zcc)

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