40 Meter lange Teile

Teleskopkran legt Behelfsbrücke über die Werra

Kleinvach. „Alles hervorragend gelaufen“ - Ulrich Wieditz, Dezernent für Bauprojekte in Nordosthessen beim Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil, war mit dem aufsehenerregenden Brückenschlag am Mittwochvormittag zufrieden.

Binnen 50 Minuten waren die beiden 40 Meter langen Teile nacheinander mit einem Teleskopkran direkt neben die alte Werrabrücke als Behelfsübergang über den Fluss gelegt worden. Dabei war es Millimeterarbeit, die beiden knapp 60 Tonnen schweren Stahlfertigteile auf die Kopfbalken an den Ufern zu hieven.

Auch Projektleiter Matthias Jeschik von Hessen Mobil lobte die Vorarbeiten der Firma Beck Bau (Eschwege): Ein Millimeter Differenz bei 40 Meter Entfernung sei beim Nachmessen herausgekommen, berichtete er.

Immer noch von vielen Kleinvachern und auch etlichen Mitarbeitern von Hessen Mobil beobachtet, wurde um 9.48 Uhr der zweite Brückenstrang in seine Endlage geschlagen. Damit liegen derzeit zwei Brücken parallel über der Werra.

Die Behelfsbrücke ist erforderlich, damit der Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil während des Baus der neuen Brücke mit Fahrzeugen erreichbar bleibt.

Nun muss die Anbindung der Behelfsbrücke an die Rampen noch fertiggestellt werden. Neben einem Fahrbahnbelag gibt es auch Geländer für den Übergang, der nur ein Jahr benötigt wird.

Wenn ab Mitte Juni die 4,50 Meter breite Behelfsbrücke genutzt werden kann, soll die alte Werrabrücke abgerissen und durch eine neue ersetzt werden.

Fotos: Kran verlegt 40 Meter lange Brückenteile

Teleskopkran legt Behelfsbrücke über die Werra

Bereits im November rechnet Projektleiter Jeschik mit dem Brückenschlag, im Juni nächsten Jahres soll der Verkehr über die auf Großbohrpfählen gegründete neue Brücke, die dann eine Stützweite von 55 Metern hat, fließen können.

Nach Abbau der Behelfsbrücke soll das Projekt Ende September / Anfang Oktober 2015 abgeschlossen sein.

Insgesamt sind Kosten von 2,7 Millionen Euro eingeplant, allein die Behelfsbrücke schlägt mit 600.000 Euro zu Buche.

Von Stefan Forbert

Rubriklistenbild: © HNA/Forbert

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