Hier ohne FDP, dort mit „Die Partei“

Übersicht zur Kommunalwahl im Werra-Meißner-Kreis: Wer wo ab wann gewählt werden kann

Für die Kommunalwahl am 14. März werden in den kommenden Wochen die Wahlbenachrichtigungen an die Wahlberchtigten im Werra-Meißner-Kreis verschickt. Unser Symbolbild zeigt einen Briefträger in Nordrhein-Westfalen, der eine Wahlbenachrichtigung in der Hand hält.
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Für die Kommunalwahl am 14. März werden in den kommenden Wochen die Wahlbenachrichtigungen an die Wahlberechtigten im Werra-Meißner-Kreis verschickt. Unser Symbolbild zeigt einen Briefträger in Nordrhein-Westfalen, der eine Wahlbenachrichtigung in der Hand hält.

Am 14. März wird gewählt. Nun sind die Wahlvorschläge in Witzenhausens Kommunen zugelassen.

Werra-Meißner – Ende voriger Woche tagten die Gemeindewahlvorstände, um über die Wahlvorschläge für die Kommunalwahlen am 14. März zu befinden. In allen fünf Kommunen im Kreisteil Witzenhausen wurden sämtliche Vorschläge auch zugelassen.

Im Laufe der nächsten Tage werden alle Kandidaten für Stadtverordnetenversammlungen, Gemeindevertretung und Ortsbeiräte öffentlich bekanntgemacht.

Kommunalwahl: Wahlvorschläge für Bad Sooden-Allendorf

Einen neuen Wahlvorschlag zum Stadtparlament von Bad Sooden-Allendorf im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren gab es nicht, allerdings bewerben sich diesmal nur noch CDU, Grüne, SPD und Freie Wähler. Die FDP hingegen tritt nicht mehr mit einer Liste an.

Die beiden Stadtverordneten Dr. Hartmut Dunkelberg und Siegmar Zumwinkel wollten nicht erneut kandidieren und jüngere Bewerber habe man zurzeit nicht, geht aus einer Pressemitteilung von FDP-Ortsverbandsvorsitzender Margit Pfeil hervor. Für die Ortsbeiräte gibt es in allen Stadtteilen Kandidaten, in jedem Ort wurde eine Gemeinschaftsliste aufgestellt.

Die Wahlbenachrichtigungen an die 6650 wahlberechtigten Badestädter werden laut Gemeindewahlleiter Rainer Langefeld Ende des Monats durch das kommunale IT-Dienstleistungsunternehmen Ekom21 versandt. Ab 1. Februar soll mit der Briefwahl begonnen werden. Die Unterlagen dazu stehen dann im Wahlbüro im Hochzeitshaus zur Verfügung.

Nachdem der Anteil der Briefwähler 2016 bei 21,9 Prozent lag, rechnet Langefeld diesmal mit bis zu 80 Prozent aller Wähler. Deshalb wurde die Zahl der Briefwahlvorstände verdoppelt auf vier Auszählteams.

Diese und alle anderen Wahlvorstände haben diesmal gleich dreifach zu tun. Zum einen findet parallel die Bürgermeister-Direktwahl statt, zum anderen wird erstmals ein Ausländerbeirat für die Stadt gewählt. Den rund 1000 dafür Wahlberechtigten wird eine Liste mit insgesamt fünf Kandidaten vorgelegt.

Kommunalwahl: Wahlvorschläge für Großalmerode

In Großalmerode gehen mit CDU, SPD und Wählergemeinschaft die drei bislang auch im Stadtparlament vertretenen Parteien beziehungsweise Wählergruppen ins Rennen um die Sitze in der Stadtverordnetenversammlung.

Für die Ortsbeiräte in allen Stadtteilen liegt mindestens ein Wahlvorschlag vor, wobei diesmal in Laudenbach, Rommerode, Uengsterode und Weißenbach jeweils eine Bürgerliste antritt. Erstmals wird ein Ortsbeirat auch für die Kernstadt zusammen mit dem Ort Faulbach gewählt, wofür drei Kandidatenlisten vorliegen.

Die Wahlbenachrichtigungen an die knapp mehr als 5400 Wahlberechtigten werden zentral durch die Ekom 21 versandt – bis spätestens 21. Februar. Frühestens am 1. Februar kann man sich die Briefwahlunterlagen beim Wahlamt im 2. Obergeschoss des Rathauses abholen. Dafür sollte aber vorher ein Termin vereinbart werden, um Wartezeiten zu vermeiden, unter Tel. 0 56 04/93 35 24.

Gemeindewahlleiter Matthias Gude geht von einer Verdoppelung der Briefwähler im Gegensatz zur Kommunalwahl 2016 aus, damals waren es 900. Deshalb wurde nun ein zusätzlicher Briefwahlvorstand gebildet.

Kommunalwahl: Wahlvorschläge für Hessisch Lichtenau

Mit CDU, SPD, Bürgerliste, Freien Wählern und Grün-Linkem Bündnis kandidieren die Parteien und Gruppierungen, die derzeit auch in der Hessisch Lichtenauer Stadtverordnetenversammlung vertreten sind. Im Gegensatz zur Kommunalwahl 2016 liegt diesmal wieder für die Ortsbeiräte aller Stadtteile und die Kernstadt mindestens ein Wahlvorschlag vor.

In den meisten Orten gibt es eine Gemeinschaftsliste, in Hausen und Hopfelde tritt jeweils nur die SPD an, in der Kernstadt legen CDU und SPD je eine Kandidatenliste vor.

Nach Angaben von Gemeindewahlleiter Jens Hellmer werden die Wahlbenachrichtigungen ab dem 1. Februar verschickt, die Briefwahlunterlagen können ab dem 9. Februar im großen Sitzungssaal des Bürgerhauses abgeholt werden.

Hellmer rechnet diesmal mit 5000 Briefwählern, vor fünf Jahren waren es 2300. Deshalb werden zwei weitere und damit insgesamt fünf Briefwahlvorstände zum Auszählen berufen.

Außerdem findet erstmals in Hessisch Lichtenau eine Ausländerbeiratswahl statt. Für das Gremium liegt ein Wahlvorschlag mit acht Kandidaten vor.

Kommunalwahl: Wahlvorschläge für Neu-Eichenberg

Zur Wahl für das Gemeindeparlament Neu-Eichenberg treten neben den bislang vertretenen CDU, Grünen und SPD gleich zwei „Neue“ an. Die Partei Die Linke hat ebenso eine Kandidatenliste eingereicht wie die Wählergruppe „Miteinander für Neu-Eichenberg“ (MfNEB).

Ortsbeiräte werden in der Gemeinde nicht gewählt.

Die Wahlbenachrichtigungen an die rund 1530 Wahlberechtigten werden Anfang Februar durch das Rechenzentrum Ekom21 versandt. Die Briefwahlunterlagen können ab dem 1. Februar in der Gemeindeverwaltung in Hebenshausen abgeholt werden, im Bürgertreff dort kann auch gewählt werden.

Haben bei der vorigen Kommunalwahl 195 Wähler per Brief abgestimmt, hat sich Gemeindewahlleiterin Nadine Junghans diesmal auf 700 Briefwähler vorbereitet. Wegen der erwarteten Steigerung wird der Briefwahlvorstand personell aufgestockt.

Kommunalwahl: Wahlvorschläge für Witzenhausen

Noch bunter könnte es in der nächsten Stadtverordnetenversammlung von Witzenhausen werden. Neben CDU, Grünen, SPD, FDP, der Linken, den Freien Wählern und der Bunten Liste - Alternativen für Witzenhausen (AfW), die derzeit alle im Parlament vertreten sind, hat auch „Die Partei“ eine Kandidatenliste eingereicht. Damit liegen acht Wahlvorschläge vor.

Diesmal gibt es auch für alle Stadtteile wieder mindestens einen Wahlvorschlag für einen Ortsbeirat, darunter viele gemeinsame Wählerlisten.

Den rund 12 500 Wahlberechtigten werden die Wahlbenachrichtigungen durch die Ekom21 zugesandt. Der genaue Termin ist nicht bekannt, sagt Wahlleiter Volker Dörrig, spätestens bis zum 21. Februar müssen sie aber zugestellt sein. Die Briefwahlunterlagen können ab 1. Februar im Bürgerbüro hinter dem Rathaus abgeholt werden.

Gab es bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren laut Dörrig 2200 Briefwähler, rechnet er jetzt mit 5000 bis 6000. Deshalb wurden die Briefwahlbezirke von zwei auf vier erhöht.

Kommunalwahl: Briefwahlunterlagen kontaktlos beantragen

Wegen der Corona-Pandemie bitten die Gemeindewahlleiter, die Briefwahlunterlagen wenn möglich kontaktlos zu beantragen – entweder per E-Mail, Fax oder schriftlich.

Der Antrag (auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung) könne auch ausgefüllt und unterschrieben in den Briefkasten der Stadt- beziehungsweise Gemeindeverwaltung geworfen werden.

Die Briefwahlunterlagen kommen dann per Post nach Hause und können – da ein frankierter Rückumschlag mitgeliefert wird – kostenlos zurückgeschickt werden.

Auf diese Weise haben gerade in der jetzigen Zeit die Bürger sowie das Personal der Verwaltung am wenigsten direkten Kontakt. (Stefan Forbert)

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