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So ist die Situation der hiesigen Tourismusbranche im neuen Jahr

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Von: Jacob von Sass von Sass

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Campingplatz Werratal
Campingplatz Werratal © Jakob von Sass

Wenige Branchen leiden so stark unter der Pandemie, wie der Tourismus. Auch im Werra-Meißner-Kreis haben die Campingplätze und Hotels mit den Auflagen und Beschränkungen zu kämpfen. Wir haben mit betroffenen Inhabern gesprochen.

Werra-Meißner – Sigrid Rudolph, Eigentümerin des Campingplatzes Werratal, freut sich zwar auf die neue Saison auf ihrem Platz ist aber dennoch skeptisch. Man müsse schauen, wie sich die Corona-Lage in den nächsten Monaten und Wochen entwickelt. Jeder Zeit könnten neue Bestimmungen oder ein Lockdown kommen, daher sei es sehr schwierig, richtig im Voraus zu planen. „Abwarten und Tee trinken“, sagt Rudolph zur Situation.

Im Hotel Martina in Bad Sooden-Allendorf sind die Gegebenheiten ähnlich. Wolfgang Gukerle, Besitzer des Hotels, erzählt, dass auch in seinem Haus Planungsunsicherheit herrsche.

Momentan sei die Situation durch die Corona-Regelungen sowieso äußerst schlecht. Er habe in diesem Monat nur sehr wenige Gäste und dazu sei das hoteleigene Restaurant nur noch an den Wochenenden geöffnet, da sich der Betrieb sonst nicht rentiere. Gleichwohl sei die Lage besser als im vergangenen Jahr, als das Hotel für ein halbes Jahr schließen musste, berichtet Gukerle.

So drastisch ging es auf dem Campingplatz von Sigrid Rudolph zwar nicht zu, trotzdem konnte sie aufgrund der Beschränkungen nicht so viele Menschen auf den Platz lassen, wie sie eigentlich wollte.

Außerdem durften Kunden aus dem Ausland erst gar nicht einreisen, was ein zusätzliches Problem darstellte. Allerdings sei laut Rudolph auch ein positiver Trend zu beobachten. So begeistern sich durch die Pandemie immer mehr Menschen für einen Campingurlaub. „Beim Camping können sich die Leute einfach frei entfalten“, ist Rudolph der Überzeugung.

Damit in der kommenden Saison wieder viele Leute auf den Platz kommen, müsse die Region allerdings noch besser vermarktet werden. Den Menschen sei gar nicht bewusst, wie schön der Werra-Meißner-Kreis sei. Doch wenn sie erst einmal hier gewesen seien, würden die Leute auch gerne wiederkommen, sagt Rudolph.

Wolfgang Gukerle ist der Meinung, dass die Region besser vermarktet werden müsse. „Bad Sooden-Allendorf ist ein wirklich idyllischer Ort, er ist aber einfach nicht bekannt genug“, Am wichtigsten sei allerdings erst einmal, dass der Betrieb in seinem Hotel wieder ganz normal laufe. (Jakob von Sass)

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