Die Suchhundestaffel kommt zum Einsatz, wenn Menschen vermisst werden

Die Suchhundestaffel Werra-Meißner

Hessisch Lichtenau. Wenn Menschen vermisst werden, kommen sie zum Einsatz: Die Suchhundestaffel Werra-Meißner. Im Ernstfall sucht ein Hund mit seinem Hundeführer und einem Helfer einen Bereich von fünf Hektar ab. Doch nicht nur der Hund muss für diese Tätigkeit gut ausgebildet sein.

Eine 57-Jährige aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird vermisst. Nachdem die Suchhundestaffel gegen 11 Uhr die Suche in dem Waldgebiet "Katharinenberg" im hessisch-thüringischen Grenzgebiet beginnt, kann die Vermisste bereits um 12.40 Uhr von zwei Mantrailern, auch Personenspürhunde genannt, gefunden werden. In dieser und ähnlichen Situationen retten die Hunde und die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Suchhundestaffel Werra-Meißner, die 2002 gegründet wurde und 2007 ihren jetzigen Namen erhielt, Menschen das Leben.

Denn Hunde sind den Menschen mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn stark überlegen, wenn es um das Aufspüren Vermisster geht. "Es ist nicht entscheidend, welche Rasse ein Hund hat. Er sollte nur Spaß an der Arbeit in der Hundestaffel mitbringen", weiß der Vorsitzende Volker Braun.

Im Ernstfall sucht ein Hund mit seinem Hundeführer und einem Helfer einen Bereich von fünf Hektar ab. Doch nicht nur der Hund muss für diese Tätigkeit gut ausgebildet sein. Auch der Hundeführer muss genau wissen, wie er das Gebiet mit seinem tierischen Partner absuchen muss.

Bei der Suchhundestaffel Werra-Meißner, die ihren Sitz in Hessisch Lichtenau hat, befinden sich derzeit fünf von elf Hunden noch in der Ausbildung, die zwischen zwei und drei Jahre dauert. Da die Hundestaffel den Kriterien der Polizei unterliegt, werden Hunde und Hundeführer auch dort geprüft. Allerdings darf auch ein geprüfter Hundeführer zu Beginn nur mit einem erfahrenen Mitglied an einem Einsatz teilnehmen. Einer der geprüften Flächensuchhunde schafft es, fünf Hektar innerhalb einer halben Stunde komplett zu durchsuchen.

Doch auch die Helfer sind bei einem Einsatz sehr wichtig für Hund und Mensch. Ein Helfer muss sicher mit Karte und Kompass umgehen können und das bei einem Einsatz sehr wichtige Funken beherrschen.

Die Suchhundestaffel Werra-Meißner ist oft am Abend oder in der Nacht unterwegs. "Es kommt vor, dass man in der Nacht gerufen wird, bis um fünf Uhr morgens unterwegs ist und um sechs Uhr an der Arbeit sein muss", berichtet Cornelia Braun.

Doch die ehrenamtlichen Mitglieder der Suchhundestaffel sind sich einig:: "Man fühlt sich im Team der Suchhundestaffel wohl und nimmt dafür gern in Kauf, dass man an Wochenenden trainiert oder nachts an einem Einsatz teilnimmt."

 

Von Eden Sophie Rimbach

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