Überfall war vorgetäuscht: Spielhallen-Angestellte verzocken Beute

Witzenhausen. Ein Raubüberfall auf die Spielothek Am Eschenbornrasen in Witzenhausen, der sich im Februar ereignet haben soll, wurde nur vorgetäuscht. Wie die Polizeidirektion Werra-Meißner nun mitteilte, hatten der 26-jährige Spielhallen-Angestellte und zwei 22-jährige Frauen aus Witzenhausen gemeinsame Sache gemacht.

Angeblich aus akuter Geldnot hätte das Trio an dem besagten Abend spontan den Entschluss gefasst, den Spielhallen-Überfall gemeinsam vorzutäuschen. Nachdem der 26-Jährige seine Nachtschicht angetreten hatte, soll er den Frauen per Handy ein Zeichen gegeben haben.

Eine der beiden verkleideten Täterinnen, die sich bereit hielten, betrat daraufhin die Spielothek und bedrohte den 26-Jährigen mit einem Messer. Die Komplizin wartete indes im Eingangsbereich. Der Angestellte händigte den Frauen 1000 Euro aus. Die beiden Frauen flüchteten daraufhin in Richtung Innenstadt.

Ihre Verkleidung sollen sie noch in der Nacht in verschiedenen Mülltonnen in Witzenhausen entsorgt haben. Einen Großteil der Beute habe das Trio nach eigenen Angaben bereits einen Tag später in einer anderen Spielothek in Witzenhausen verspielt.

Die drei Tatbeteiligten haben die Tat bereits bei der Polizei gestanden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen gemeinschaftlichen Diebstahls. (alh)

Rubriklistenbild: © Privat

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare